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(sir) "Der Fußball kann zur Hölle fahren", sagt Mohamed Aboutrika. Er will nie wieder spielen. Der 33-jährige Ägypter ist eine Legende im afrikanischen Fußball, dekoriert mit unzähligen Titeln und Auszeichnungen, ein Edeltechniker und vielfacher Nationalspieler. Vor allem aber ist er dank seines humanitären Engagements zur Ikone in Ägypten geworden. Bei den Krawallen nach dem 1:3 seines Vereins Al-Ahli in Port Said wollte Aboutrika ein verletztes Kind bergen. Es starb in seinen Armen.

Aboutrika ist erst spät, mit 26 Jahren, von Rekordmeister Al-Ahli entdeckt worden. Der später als "Zidane Afrikas" titulierte Star hatte studiert und seinen Abschluss in Kunst und Philosophie gemacht, ehe er sich dem Fußball widmete. Diesen prägte er auf dem Feld, aber auch abseits davon. Er nutzte seine Popularität, um gegen Hunger, Krebs und für Bildung zu kämpfen, vor allem setzte er sich für Kinder ein - mittels einer Botschaft auf einem T-Shirt auch für jene in Gaza, womit er sich Lob und Kritik gleichermaßen einhandelte. Sein Engagement wird Aboutrika nicht verlieren, aber Fußballspielen wird er nie mehr.