Shaul Mofaz siegte im Duell mit Tzipi Livni. - © REUTERS
Shaul Mofaz siegte im Duell mit Tzipi Livni. - © REUTERS

(rm) Im dritten Anlauf ist es dem ehemaligen israelischen Generalstabschef Shaul Mofaz am Dienstag gelungen, Parteichef zu werden. Im Spätherbst 2005 hatte sich Mofaz, geboren am am 4. November 1948 in Teheran, für die Likud-Parteiführung beworben, sich dann aber kurzfristig doch dafür entschieden, Ariel Sharon in die neu gegründete Kadima zu folgen. Dort unterlag er im September 2008 mit nur 431 Stimmen Rückstand seiner Parteikollegin Tzipi Livni, die er jetzt doch noch besiegt hat.

Mofaz kam 1957 mit seinen Eltern nach Israel. 1966 trat er in die Armee ein und nahm an allen militärischen Auseinandersetzungen seit dem Sechs-Tage-Krieg 1967 teil. 1998 wurde er Generalstabschef. In seine Amtszeit fiel auch die erste Intifada. Mofaz, der als "Falke" gilt, zog sich damals durch den Abriss palästinensischer Häuser viel Kritik der Linken zu. 2002 holte ihn Ariel Sharon als Verteidigungsminister in sein Kabinett - eine sehr umstrittene Entscheidung, weil er erst kurz zuvor die Generalstabsführung aufgegeben hatte.