(temp) Zumindest ein Gerücht hat sich am Dienstag bestätigt: Otto Pendl führt künftig die SPÖ-Fraktion im Korruptionsuntersuchungsausschuss. Die Gerüchte darüber, warum sein Vorgänger Hannes Jarolim zurückgetreten ist, brodeln indes weiter. Ob es tatsächlich die Doppelbelastung durch den U-Ausschuss und seine Rechtsanwaltstätigkeit war, wie Jarolim behauptet hat, sei dahingestellt. Wird doch auch gemunkelt, dass Bundeskanzler und SPÖ-Chef Werner Faymann selbst hinter der Neubesetzung stecken könnte: Jarolim hatte im Streit um Zeugenladungen im U-Ausschuss gehäuft Kritik an der ÖVP geübt. Musste er dem als gemütlicher Großkoalitionär bekannten Pendl weichen, um damit einer Revanche der ÖVP vorzugreifen - etwa, wenn im U-Ausschuss das Thema "Inseratenvergabe durch Ministerien" an der Reihe ist? Der "Wiener Charme" des 60-jährigen ehemaligen Justizwachebeamten Pendl, der seit 1998 Bürgermeister der Gemeinde Trumau im Bezirk Baden und Abgeordneter zum Nationalrat ist, könnte helfen, den Koalitionsfrieden zu stärken, heißt es.