(maz) "Potz Pulverdampf und Pistolenrauch!" Der Räuber Hotzenplotz grummelt und brummelt vor sich hin, wie es sich für einen richtigen Räuber gehört. Und das seit mittlerweile 50 Jahren (Jubiläumsausgaben im Thienemann-Verlag). 1962 erschien das erste von drei Büchern, in denen der Kasperl einen - naja, sagen wir: beinahe - ebenbürtigen Gegenspieler bekam: den Räuber Hotzenplotz. Sein Schöpfer Otfried Preußler (89) wollte eine richtige Kaspergeschichte mit allen Figuren von Seppel über die Großmutter bis zum Zauberer schreiben. Illustriert hat sie der 1978 verstorbene Zeichner Franz Josef Tripp.

Seinen Namen hat der Räuber, der einmal schlau und dann gleich wieder patschert agiert, wenn er zum Beispiel Großmutters Kaffeemühle stiehlt oder Kasperl und Seppel entführt, von der tschechischen Stadt Hotzenplotz (Osoblaha), die Preußler schon als Kind faszinierte. Ursprünglich war nur eine Geschichte geplant, doch nach etlichen Zusendungen von Kindern mit Bitten und detaillierten Vorschlägen konnte Preußler nicht anders: 1969 erschien ein zweites Hotzenplotz-Buch, dem 1973 - nach einer weiteren Postschwemme - das dritte und letzte folgte.