Der Leiter der Wirtschaftsfakultät an der römischen Universität "Tor Vergata", Giovanni Tria, ist mit dem Segen von Präsidenten Sergio Mattarella zum Wirtschaftsminister aufgerückt. "Er spricht Chinesisch, liebt aber den Westen", schreibt "La Stampa". Tria gilt als Befürworter der Flat Tax und als weniger europaskeptisch als der Ökonom Paolo Savona, den Mattarella als Wirtschaftsminister abgelehnt hatte.

Der 70-Jährige kann auf eine lange Karriere an der Universität zurückblicken. Nach einem Jus-Studium an der römischen Universität "La Sapienza" begann Tria einen steilen Aufstieg in den akademischen Institutionen Italiens. Er hat internationale Erfahrung und ist Mitglied des "Innovation Strategy Expert Advisory Group" der OECD. Zudem ist er Mitglied des Führungsgremiums der Internationalen Arbeitsorganisation ILO.

Politisch zeigte der parteiunabhängige Tria bisher Sympathien für das Mitte-rechts-Lager. Er ist ein guter Freund von Renato Brunetta, Ex-Fraktionschef der Forza Italia im Senat und Vertrauter des mehrfachen Ex-Premier Silvio Berlusconi.