Günther Paal, auch bekannt als Gunkl, philosophiert in seinem neuen Programm über Problemzonen.
Günther Paal, auch bekannt als Gunkl, philosophiert in seinem neuen Programm über Problemzonen.

Günther Paals Soloprogramme sind eine Herausforderung an sein Publikum: Mit seinen schier endlosen Programmnamen stellt Günther Paal, alias Gunkl, früher Kellner und Saxophonist, zuweilen die Merkfähigkeit seines Publikums auf eine harte Probe, was er auch selbst einräumte: Er titelte etwa mit "Ich muss mich jetzt genug konzentrieren, damit ich diese quasimetasprachliche Geschichte halbwegs glaubwürdig und nachvollziehbar auf die Bühne stell" oder mit "Grundsätzliche Betrachtungen - anschaulich gemacht an kuriosen Einzelleistungen der Tücke des Alltags, was als Programmtitel vermutlich ein bisschen zu lang ist, zumal darin eine, sei’n wir ’mal ehrlich, sehr unelegante Genitivkette enthalten ist". Sein jüngstes, elftes Programm klingt im Vergleich dazu unkompliziert: "Die großen Kränkungen der Menschheit - auch schon nicht leicht" feiert am 1. September in der Wiener Kulisse Premiere.

Gunkls Markenzeichen ist es, die geschliffensten Formulierungen in höchstem Tempo in Umlauf zu bringen. Der schlaksige, schüchtern wirkende Günther Paal, der als Bandmitglied für die musikalischen Effekte bei Programmen von Alfred Dorfer sorgte und bei "Dorfers Donnerstalk" den wissenschaftlichen Analytiker als "Experte für eh alles" gibt, wird oft als Verbalakrobat und Gehirnwindungspfadfinder der heimischen Kabarettisten bezeichnet.

Anlässlich der Premiere seines Soloprogramms ist Gunkl am Sonntag, dem 4. September, zweimal zu Gast auf Radio Ö1. In "Café Sonntag" (um 9.05 Uhr) wird der Kabarettist zum Thema "Sprache & Sein" mit Mercedes Echerer philosophieren und parlieren.

In "Contra - Kabarett und Kleinkunst" (um 22.05 Uhr) ist dann Gunkl mit den "Großen Kränkungen der Menschheit - auch schon nicht leicht" zu hören. Wovon sein neues Programm letztendlich handelt, bleibt vage. Selbst seine Agentur hält sich bedeckt. Eines ist jedoch sicher: Es geht um Problemzonen. Aber nicht um körperliche Malaisen wie etwa Übergewicht oder die altbekannte Orangenhaut, sondern - wie sollte es bei Gunkl denn anders sein - um jene des Denkens: eben die philosophischen Problemzonen der Menschheit.

Günther Paal alias Gunkl

"Die großen Kränkungen der Menschheit - auch schon nicht leicht" bis
Ende September in der Wiener Kulisse, Orpheum und Stadtsaal.

Auf Ö1 am Sonntag, 4. September
in "Café Sonntag" (9.05 Uhr) und
"Contra" (22.05 Uhr)