- © Rita Newman / Rita Newman
© Rita Newman / Rita Newman

(as) Mit einem speziellen Musical wartet die Wiener Volksoper noch vor Weihnachten auf: "Die spinnen, die Römer!" von Stephen Sondheim (deutschsprachige Fassung: Martin Flossmann).

1962 verfasste die heutige Broadway-Legende Sondheim (Jg.1930) erstmals Liedtexte und Musik zu einem Musical: Die auf den 21 Komödien des Plautus basierende altrömische Farce mit dem sperrigen Titel "A Funny Thing Happened on the Way to the Forum" mit ihrer turbulenten Story, komischen Songs und Zero Mostel an der Spitze wurde zum bislang meistgespielten Werk Sondheims. Mostel spielte auch in der Verfilmung des Musicals (1966) von Richard Lester, in der übrigens Buster Keaton (als Erronius) seinen letzten Filmauftritt hatte. In der Regie des Volksopern-Debütanten Werner Sobotka agiert Robert Meyer (im Bild mit Bettina Mönch als Philia und Paul Schweinester als Hero) und nach ihm Sigrid Hauser als Sklave Pseudolus, der um seine Freiheit kämpft. In weiteren Rollen u. a.: Boris Pfeifer, Herbert Steinböck und Gernot Kranner.

Und warum der komplizierte Titel im Original? Er leitet sich von der amerikanischen Einleitung jüdischer Witze ab (statt "Sagt der Grün zum Blau . . ."): "A funny thing happened on the way to the market . . ." (etwas Komisches ist auf dem Weg zum Markt passiert). Eine vom jüdischen Witz geprägte Farce also, der eine Toga umgeworfen wurde. Der Handlung nach liegt die Erkenntnis nahe: Römer sind wir alle.