Lucio Dalla. - © Release
Lucio Dalla. - © Release

Seit den sechziger Jahren ist Lucio Dalla aus der italienischen Musikszene nicht mehr wegzudenken. Seine Karriere begann der vielseitige Künstler als Jazzmusiker, recht schnell wechselte er allerdings zur Popmusik. Der Durchbruch gelang im Jahr 1971 mit dem Album "Storie di casa mia" und dem beim Festival von San Remo präsentierten Song "4/3/1943".

In den siebziger Jahren begann Dalla, die Texte seiner Songs selbst zu schreiben. Mit Liedern wie "Disperato erotico stomp" oder "Quale allegria" schaffte es der Liedermacher endgültig, Herzen und Ohren der Italiener zu erobern. Und auch im deutschsprachigen Raum wurde man auf den kleinen Bologneser aufmerksam. Georg Danzer übersetzte etwa Dallas "L’anno che verrà" für seine Platte "Weiße Pferde" auf Deutsch.

Doch der "cantautore" hat auch ein Faible für die Klassik und gar keine Berührungsängste. Mit "Caruso" schrieb er ein wunderschönes Lied über den legendären Opernsänger, das sich in unzähligen Fassungen (u. a. von Luciano Pavarotti) millionenfach verkaufte. Und mit "Tosca - amore disperato" komponierte er gleich eine moderne Oper, die auch bei den Wörther-See-Festspielen 2004 in Kärnten aufgeführt wurde.

Vor wenigen Wochen erst hat der Emsige mit "Questo è Amore" eine Doppel-CD mit - wie er meint - "kleineren Werken" aus seiner musikalischen Vergangenheit veröffentlicht (Karten zum Preis von 28 bis 88 Euro).