Das Mozarthaus im Lichterglanz. Die Türen sind geöffnet. Mozarthaus Vienna/David Peters
Das Mozarthaus im Lichterglanz. Die Türen sind geöffnet. Mozarthaus Vienna/David Peters

In dem einst "Figaro-Haus" genannten historischen Gebäude in der Domgasse, nahe dem Stephansplatz, das ja mehr von Touristen als von Wienern besucht wird, stehen am Sonntag zum Tag der offenen Tür - übrigens nur zwei Tage nach Mozarts Geburtstag - den Besuchern die Räumlichkeiten in allen Etagen offen. Auch Spezialführungen werden angeboten. Ferner ist die neue Sonderschau des Mozarthauses zu besichtigen, die bis 6. Mai zu sehen sein wird: "Zwischen Angst und Hoffnung - Mozarts Aufstieg und Fall in der Wiener Gesellschaft."

Bei freiem Eintritt kann das gesamte Museum mit der einzigen erhaltenen Wohnung Mozarts in Wien besucht werden. Nach einer Reihe wechselnder Quartiere logierte der Komponist in der Domgasse 5 von 1784 bis 1787 geradezu herrschaftlich: mit vier Zimmern, zwei Kabinetten und einer Küche. Das Mozarthaus Vienna präsentiert mit dieser Wohnung als Mittelpunkt auf vier Ausstellungsebenen Leben und Werk des Musikgenies.

Mozarts Aufstieg und Fall in Wien


Zusätzlich zu der historischen Wohnung, in der Mozart einst die komische Oper "Le nozze di Figaro", also "Die Hochzeit des Figaro", komponierte, erwartet die Besucher eine umfassende Darstellung der Zeit Mozarts sowie der wichtigsten seiner Werke. Im Blickpunkt stehen dabei Mozarts Wiener Jahre als Höhepunkt seines Schaffens. Am Tag der offenen Tür bietet das Mozarthaus außerdem Kinderführungen und spezielle Führungen für besonders interessierte Mozart-Fans an.

Kupferstich im Mozarthaus von Wolfgang Amadé wie ihn Hieronymus Löschenkohl (1753 bis 1807) sah. Wien Museum
Kupferstich im Mozarthaus von Wolfgang Amadé wie ihn Hieronymus Löschenkohl (1753 bis 1807) sah. Wien Museum

Die eben erst eröffnete Ausstellung "Zwischen Angst und Hoffnung - Mozarts Aufstieg und Fall in der Wiener Gesellschaft" befasst sich ebenso mit dem gesellschaftlichen Aufstieg wie auch mit der schicksalshaften Talfahrt Wolfgang Amadeus Mozarts während der durchaus turbulenten zehn Jahre, die er in Wien lebte.

Temporäres Tafelklavier


Die Schau zeigt Briefe und Dokumente, die den Verlauf der beiden sogenannten Verkaufssubskriptionen Mozarts - des Vorverkaufs von Konzertkarten - in den Jahren 1784 und 1788 erläutern. Und im Rahmen einer Bilddokumentation werden die Persönlichkeiten, die Mozarts Schaffen unterstützt haben, porträtiert. Im Zentrum der Präsentation, die im Haus in der Domgasse zu sehen ist, steht ein von Werner Krausneker und Erwin Graf gestalteter Mozart-Kopf, von dem ausgehend alle Querbeziehungen zu den Mozart-Unterstützern gezeigt werden. Die Umsetzung des Themas wird von einer zeitgenössischen künstlerischen Collage unterstützt, die ungewöhnliche Zugänge zur Person Wolfgang Amadeus Mozarts und zu Zeitgenossen von ihm wie etwa Gräfin Wilhelmine von Thun-Hohenstein oder Baron Gottfried van Swieten erschließt.

Neben der Sonderausstellung zeigt das Mozarthaus ein temporäres Ausstellungsobjekt: ein Tafelklavier, das Christopher Ganer zugeschrieben wird (London, 1778); eine Leihgabe der Sammlung alter Musikinstrumente des Kunsthistorischen Museums Wien. (as)

Open House im Wiener Mozarthaus

Sonntag, 29. Jänner, von 10 bis19 Uhr,

Mozarthaus Vienna, 1,Domgasse 5

Spezialführung: 11 und 15 Uhr, Familien-/Kinderführung: 11.30, 15.30 Uhr

Tel. (01) 512 17 91 - freier Eintritt

www.mozarthausvienna.at