"17 Mädchen"- gleichzeitig schwanger, um Kinder gemeinsam aufzuziehen. - © Thimfilm / JEROME PREBOIS
"17 Mädchen"- gleichzeitig schwanger, um Kinder gemeinsam aufzuziehen. - © Thimfilm / JEROME PREBOIS

Bereits zum zwölften Mal findet das Festival des frankophonen Films in Wien statt, und zwar vom 17. bis 26. April. Die Fan-Gemeinde ist nicht gering (und die frühe Kartenreservierung daher empfohlen).

25 aktuelle Spiel, Dokumentar- und Animationsfilme aus den französischsprachigen Ländern Algerien, Tunesien, Burkina Faso, Cote d’Ivoire (Elfenbeinküste), Kanada sowie aus der Schweiz, Belgien und natürlich Frankreich sind in den zehn Festivaltagen zu sehen. Als Schwerpunktthemen ergeben sich aus den programmierten Filmen "Liebe, Familie und Freundschaft".

Am Samstag, dem 21. April, entführt das Festival ab 22 Uhr eine Nacht lang in die Welt der Kurzfilme; mit Beiträgen aus Frankreich, Belgien, Kanada und der Schweiz. Die erste Programmhälfte ist dem Thema "Flucht und Konfrontation" gewidmet, danach geht es ums "Ende der Welt".

Chantal Akerman und Valérie Donzelli


Im Hauptprogramm werden unter anderen bereits bei Festivals erprobte Streifen gezeigt wie etwa Chantal Akermans jüngstes Werk "La Folie Almayer" (2011) - eine Geschichte über Leidenschaft, Verzweiflung und Wahnsinn im Südosten Asiens (Samstag, 21. April, 15 Uhr) - oder "La guerre est declaree" ("Das Leben gehört uns", 2010) von und mit Valérie Donzelli (Dienstag, 24. April, 21 Uhr). Hier geht es um ein modernes Liebespaar, das auf eine harte Bewährungsprobe gestellt wird und dem Feind ihres Glücks den Krieg erklärt. In Frankreich ein Publikums- und Kritikerhit.

Zu den Highlights darf wohl auch der Eröffnungsfilm gezählt werden: "La Délicatesse" ("Nathalie küsst", 2011) von David und Stéphane Foenkinos mit Audrey Tautou als Protagonistin (siehe unser Titelbild). Nach der Eröffnung läuft der Streifen regulär am Montag, 23. April, 19 Uhr (und kommt ab Mitte Mai in die heimischen Kinos). Die Story: Als Nathalies (Audrey Tautou) Ehemann bei einem Unfall stirbt, bricht ihre perfekte Welt zusammen. Verbissen stürzt sie sich in die Arbeit und verschließt sich ihrer Umwelt.

Küsse aus heiterem Himmel

Catherine Deneuve, Nicolas Duvauchelle im Film "Les Yeux de sa Mère". - © Kinology
Catherine Deneuve, Nicolas Duvauchelle im Film "Les Yeux de sa Mère". - © Kinology

Doch eines Tages küsst sie aus heiterem Himmel ausgerechnet einen der unscheinbarsten ihrer Mitarbeiter. Der Auserwählte verliebt sich natürlich in Nathalie, aber erst die Flucht in die Vergangenheit eröffnet den beiden die Chance auf ein gemeinsames Glück. Die romantische Komödie basiert auf dem Bestseller von Koregisseur David Foenkinos.

Spektakulär ist der Streifen "17 Filles" (17 Mädchen, 2011) von Delphine und Muriel Coulin. In einem Dorf am Meer beschließen 17 minderjährige Mädchen, gleichzeitig schwanger zu werden, damit sie ihre Kinder gemeinsam aufziehen können. Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit (Montag, 23. April, 21 Uhr).

Catherine Deneuve kann man im Melodram "Les Yeux de sa Mère" (2010) von Thierry Klifa begegnen (Donnerstag, 19. April, 21 Uhr).