(as) Es war ein Zarzuela-Abend an der Seite von Plácido Domingo in Madrid, der Patricia Petibon (im Bild) seinerzeit zu einem eigenen hispanophonen Programm anregte, das nun zu einer exotischen Reise von Spanien und Portugal über Kuba bis nach Brasilien geworden ist. Unter dem Titel "Melancolia" nähert sich die französische Sopranistin dieser weltoffenen und zugleich traditionsbewussten Musik auf eigene Weise: "Ich wollte keine künstliche spanische Identität annehmen, sondern die spanische Seele erspüren, ohne mich selbst dabei zu verstecken." Das muss sie auch nicht, denn die leidenschaftliche und gefühlvolle Musik entspricht ihr voll und ganz. Es geht Patricia Petibon um Ehrlichkeit. "Da gibt es auch "Sprödigkeit, die Stimme wird eingesetzt, um Gefühle auszudrücken, es geht nicht einfach nur um Wohlklang."

- © Foto: Felix Broede/Deutsche Grammophon
© Foto: Felix Broede/Deutsche Grammophon

Im Zusammenspiel zwischen dem reichen vokalen Farbenspektrum Petibons und dem Orquesta Nacional de España unter Leitung von Josep Pons entsteht ein authentisches klangliches Abbild Spaniens zwischen Flamenco, Zarzuela und Moderne: rau und feinsinnig, volkstümlich, anspruchsvoll und melancholisch (Karten von 16 bis 67 Euro).

Donnerstag, 4. Oktober, 19.30 Uhr
Wiener Konzerthaus, Großer Saal
(3, Lothringerstraße 20)
Karten: Tel. (01) 24 20 02 - Infoline: Tel. (01) 242 00/100 - E-Mail:
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