Als unser Schiff sich im Morgengrauen des 1. Aprils 2013 der arabischen Metropole nähert, wirkt diese  zunächst wie eine Fata Morgana. Ihre Skyline, bei weitem kühner als jene Manhattans, hat etwas Unwirkliches.

Erst als die ersten Sonnenstrahlen die Spitze des schlanken, eleganten Burj al Khalifa treffen und im Widerspiegeln aufleuchten lassen, ist man sich im Klaren: Das ist kein Phantasiegebilde, das ist real. Dennoch bleibt ein Rest des Unglaublichen. Diesem Aspekt begegnen wir hier immer wieder. So vieles ist hier das Größte, Höchste, Modernste, Teuerste der Welt - man ist beeindruckt, ja zuweilen überwältigt. Aber dann fragt man sich doch wieder: Ist es nicht vielleicht im wörtlichsten Sinn "auf Sand gebaut"?  Ist es ganz "echt"?.

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Schifahren in Dubai
"Wohin  gehst Du dieses Jahr schifahren?" Auf diese Frage habe ich in den Monaten vor dieser Reise gerne geantwortet: "Wahrscheinlich in Dubai". "Stubai?" - "Nein , Dubai". Das hatte seinen bestimmten Grund.Vor drei J ahren waren wir nämlich schon einmal auf Kreuzfahrt in dieser Gegend und da hatte ich in der Emirates Mall , einem dieser riesigen Einkaufsparadiese das Schlüsselerlebnis, das mir die ganze großartige Absurdität der Ölmetropolen im Südosten der arabischen Halbinsel klar gemacht hat: die Schihalle mit Alpindekoration und Sessellift. Aber ich hatte damals starke Rückenschmerzen und musste klein beigeben, habe mir jedoch geschworen: das nächste Mal borge ich mir hier ein Paar Schi aus.

Dubai war damals in einer schwierigen Phase. Die Finanzkrise von 2008 hatte, wie man das so schön euphemistisch sagt, zu einer deutlichen "Korrektur" der Immobilienpreise geführt, zahlreiche Großprojekte schienen in Schwebe,  und die im September 2009 eröffnete Metro funktionierte nur teilweise - angeblich, weil die japanischen Baufirmen noch große Geldforderungen hatten und es darum mit der Übergabe nicht eilig hatten.

Abu Dhabi, das ölreichste der Emirate, sprang damals in die Bresche. Im Februar 2010 wurde der über 8oo m hohe Burdj al Khalifa eröffnet und mittlerweile verzeichnet Dubai wieder kräftiges Wachstum. Die Immonilienpreise haben angezogen und sogar die Monstervorhaben  feiern fröhliche Urständ: Ein riesiger Hafen wird gebaut, ein über 1200 m hoher Wolknkratzer ist geplant, ein "Dubailand", ein "Miracle Garden".