Sarajevo. Die Schwulenparade trifft auf den "Tag der traditionellen Familie": Sarajevo hält das für brisant genug, um massenhaft Sicherheitskräfte zu moilisieren.

Die erste Homosexuellenparade in Sarajevo begann am Sonntag zu Mittag. Erste Teilnehmer waren bereits am Vormittag im Zentrum der bosnischen Hauptstadt eingetroffen. Gleichzeitig demonstrierten einige Dutzend Gegner der Parade in Sarajevo.

500 Teilnehmer und 1100 Ordnungshüter

Die Parade, zu der rund 500 Teilnehmer auch aus den Nachbarstaaten erwartet werden, findet unter starken Sicherheitsmaßnahmen statt. Laut Medienberichten sollen mehr als 1100 Ordnungshüter für einen ruhigen Verlauf der Veranstaltung sorgen. Der Zutritt zu der zwei Kilometer langen Strecke, auf welcher sich die Parade bewegen wird, wurde für Passanten gesperrt. Verkäufer wurden von der Polizei zu ihren sonntags geöffneten Geschäften begleitet, berichtete das Internetportal "Klix.ba".

Einige hundert Teilnehmer, Gegner der Schwulenparade, hatten sich bereits am Samstagnachmittag zum "Tag der traditionellen Familie" im Zentrum Sarajevos versammelt. (apa)