Oslo. Mehr als acht Jahre nach den Anschlägen in Oslo und Utöya mit 77 Toten ist in Norwegen ein Mahnmal zu Ehren der Opfer enthüllt worden. An der Zeremonie vor dem Osloer Dom nahmen am Samstag neben dem Bürgermeister der norwegischen Hauptstadt Raymond Johansen auch Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit teil.

Außerdem kamen die beiden Künstler Tobbe Malm und Tone Mörk Karlsrud. Malm und Karlsrud hatten sich von den Ereignissen im Jahr 2011 zu dem Kunstwerk inspirieren lassen.

Das Monument "Jernrosene" (deutsch: die Eisenrosen) besteht aus rund 1.000 eisernen Rosennachbildungen. Sie sollen an die Reaktion der Norweger auf die Anschläge erinnern. In den Tagen und Wochen nach den Vorfällen hatten Tausende Menschen Rosen vor dem Dom der Hauptstadt abgelegt und den Platz damit in ein Blumenmeer verwandelt. Am selben Ort steht nun das Kunstwerk. Die Rosen wurden von Menschen aus aller Welt geschmiedet, darunter auch Überlebende und Angehörige der Opfer.

Der Rechtsterrorist Anders Behring Breivik hatte am 22. Juli 2011 zunächst eine Autobombe im Regierungsviertel von Oslo gezündet und im Anschluss auf der Insel Utöya Dutzende Teilnehmer eines Ferienlagers der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei erschossen. Insgesamt wurden bei den Anschlägen 77 Menschen getötet. (apa, dpa)