Ein Toter und 300.000 Haushalte ohne Strom sind die Folge des Wintereinbruchs in Frankreich. Heftiger Schneefall hat im Südosten für chaotische Zustände gesorgt. Der massive Wintereinbruch führte außerdem zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der Straße und der Schiene.

Der Schneefall sei "sehr ergiebig" und es sei schwierig vorherzusagen, wann die Stromversorgung in den abgeschnittenen Haushalten in den Departments Drome, Isere, Ardeche und Rhone wiederhergestellt sei, sagte Robin Devogelaere, Sprecher des Energieversorgers Enedis. Es gebe "erhebliche Schäden" an Stromleitungen. Am Donnerstagabend waren zwei Hochspannungsleitungen zusammengebrochen.

In der Gemeinde Roche im Departement Isere kam am Donnerstagabend ein Mann ums Leben, als er versuchte, einen umgestürzten Baum wegzuräumen. Der 63-Jährige wurde von einem zweiten Baum erschlagen, der ebenfalls unter der Schneelast zusammenbrach. Ein 27-Jähriger wurde verletzt.

15 bis 30 Zentimeter

Der Wintereinbruch führte außerdem zu erheblichen Behinderungen im Zugverkehr. Rund um Grenoble wurden drei Bahnstrecken vorläufig gesperrt, da umgestürzte Bäume die Gleise blockierten. Zudem galten Beschränkungen für den Lkw-Verkehr. Auf dem Flugplatz Saint-Exupery in Lyon und in Saint-Etienne wurden 15 Zentimeter Schnee gemessen, am nahe Grenoble gelegenen Vercors-Massiv gar 30 Zentimeter. (apa)