Venedig ist zum dritten Mal innerhalb einer Woche überflutet worden. Am Sonntag erreichte das Wasser 1,5 Meter über dem normalen Meeresspiegel, erklärte Bürgermeister Luigi Brugnaro. Damit standen rund 70 Prozent der Unesco-Welterbe-Stadt unter Wasser. Die Flut erreichte jedoch nicht die 1,6 Meter, mit denen das Gezeitenbüro der Kommune gerechnet hatte.

Nach der dritten Hochwasserwelle in dieser Woche dürfte sich die Lage in der Lagunenstadt allmählich entspannen. Der Markusplatz als tiefster Punkt der Stadt wurde erneut geflutet und aus Sicherheitsgründen gesperrt. Städtische Museen waren geschlossen, der öffentliche Verkehr stark eingeschränkt.

Bürgermeister Brugnaro bedankte sich bei den Jugendlichen und ehrenamtlichen Helfern, die den Einwohnern der Stadt bei der Räumung überschwemmter Häuser, Geschäfte und Museen geholfen haben. Er dankte auch für die Spenden, die inzwischen aus dem In- und Ausland eintreffen. Er versicherte, dass sich die Stadt bald wieder erholen werde. Wichtig sei jedoch, das mobile Dammsystem MOSE fertigzubauen, das Venedig vor weiteren Fluten schützen soll.

Der italienische Premier Giuseppe Conte versprach inzwischen, dass das Land Venedig nicht allein lassen werde. Er kündigte "sofortige und konkrete Maßnahmen zugunsten der Bevölkerung"an. Die Regierung verfolge mit größter Aufmerksamkeit die Entwicklungen der Wetterlage in Italien. (apa)