Im Jahr 2018 haben 5,2 Prozent aller Beschäftigten im Alter zwischen 15 und 64 Jahren in der EU normalerweise von Zuhause aus gearbeitet. Damit ist der Wert im vergangenen Jahrzehnt konstant bei rund fünf Prozent geblieben, teilte die Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag mit. Österreich liegt demnach mit 10,0 Prozent "Home Office"-Anteil über dem Durchschnitt und EU-weit an vierter Stelle.

Angeführt wird die Liste laut Eurostat von den Niederlanden mit 14 Prozent, gefolgt von Finnland (13 Prozent) und Luxemburg (elf Prozent). Am wenigsten nutzen Beschäftigte in Bulgarien und Rumänien das Büro zuhause (0,3 bzw. 0,4 Prozent).

Unter Selbstständigen um 45 Prozent

Selbstständige machen laut den Daten in jedem EU-Land den größten Anteil an Personen aus, die von Zuhause aus arbeiten (18,5 Prozent) - verglichen mit lediglich 3,0 Prozent bei unselbstständig Erwerbstätigen. In drei Ländern liegt der Wert bei Selbstständigen sogar über 40 Prozent: in Finnland mit 46,4 Prozent, den Niederlanden (44,5 Prozent) und Österreich (43,6 Prozent).

EU-weit nutzen von den Beschäftigten insgesamt etwas mehr Frauen (5,5 Prozent) als Männer (fünf Prozent) das sogenannte "Home Office". In Österreich sind es 9,3 Prozent bei den Männern und 10,8 Prozent bei den Frauen. Der höchste Geschlechterunterschied wurde von Eurostat in Frankreich festgestellt, wo 8,1 Prozent der Frauen und 5,2 Prozent der Männer von Zuhause aus arbeiten. Mehr Männer als Frauen sind es in acht EU-Ländern. Den größten Vorsprung haben die Niederländer mit 15,5 Prozent gegenüber den Niederländerinnen mit 12,3 Prozent.

Des weiteren stellte die EU-Statistikbehörde einen Anstieg bei der gelegentlichen Nutzung des "Home Office" an. Gaben 2008 noch 5,8 Prozent an, manchmal das Büro Zuhause zu nutzen, waren es 2018 bereits 8,3 Prozent. Der Anteil an Personen, die von Zuhause aus arbeiten, steigt laut Eurostat überdies mit dem Alter. EU-weit arbeiteten laut den aktuellen Daten nur 1,8 Prozent der 15 bis 24-Jährigen normalerweise im "Home Office". Bei den 25- bis 49-Jährigen waren es 5,0 Prozent und 6,4 Prozent in der Altersgruppe 50 bis 64. (apa)