"To help give everyone access to essential items" steht auf einem Schild unterhalb eines Supermarktregals in Manchester. Das Regal ist leer. Eigentlich sollten dort Pasta-Packungen liegen. Kunden haben es in den vergangenen Tagen leergeräumt. Das Coronavirus schürt die Angst, es komme zu Engpässen.

Deshalb haben britische Supermarktketten haben mit Verkaufsbeschränkungen für mehrere Produkte begonnen. Großbritanniens führende Supermarktkette Tesco verkauft seit dem Wochenende pro Kunde nur noch jeweils fünf Packungen Nudeln, Desinfektionsmittel oder haltbare Milch.

Andere Händler wie Waitrose schränkten den Online-Verkauf bestimmter Reinigungstücher und Seifen ein. In den zum Walmart-Konzern gehörenden Asda-Geschäften dürfen sowohl im Geschäft als auch online nur noch jeweils zwei Desinfektionsprodukte auf einmal gekauft werden.

Toilettenpapier, Konservendosen, Desinfektionsmittel - Supermarktregale sind seit Tagen in Großbritannien wie leergefegt, weil die Menschen in Supermärkte stürmten oder sich online mit zahlreichen Produkten des täglichen Bedarfs eindeckten. Tesco ist bisher die einzige britische Supermarktkette, die Beschränkungen beim Verkauf von Lebensmitteln beschloss.

Die Welle an Hamsterkäufen war von einem Appell der britischen Gesundheitsbehörde an die Bevölkerung ausgelöst worden, "Vorbereitungen zu treffen", falls sie wochenlang unter Quarantäne gestellt werden sollten. Kurz darauf versicherte der wissenschaftliche Berater der britischen Regierung, Patrick Vallance, dass es "absolut keinen Grund" für die Menschen gäbe, in Panik zu verfallen.

In Großbritannien wurden bis Sonntag 278 Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt, drei Menschen starben dort bisher an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. (apa, afp)