Am Mittwoch bestätigte sich, was schon davor befürchtet worden war: Spanien überholte China, wo die Coronavirus-Pandemie ihren Ausgang genommen hatte, bei der Zahl der Todesopfer. Am Mittwoch stieg die Zahl auf rund 3400, das waren um rund 700 mehr als am Vortag. Mediziner und Einsatzleiter hatten vor dem Kollaps des Gesundheitssystems gewarnt, zumal auch viele Ärzte und Pfleger mit dem Virus Sars-CoV2 infiziert sind.

Im verzweifelten Kampf gegen die Ausbreitung haben nun in Madrid Hotels ihre Zimmer für Krankenhauspersonal zur Verfügung gestellt. Klinikmitarbeiter, die außerhalb der spanischen Hauptstadt leben, wegen ihrer Dienstzeiten nah am Spital sein müssen oder zu Hause mit gefährdeten Menschen wohnen, könnten sich in acht über Madrid verteilte Hotels von der Arbeit erholen, so das Gesundheitsministerium der Region.

Die Regierung habe eine Liste mit 370 Hotels im Land erstellt, die im Kampf gegen das Virus genutzt werden sollen, berichtete die Nachrichtenagentur Europa Press. Im Rahmen der strikten Ausgangsbeschränkungen in Spanien hatte die Regierung in der vergangenen Woche die Schließung aller Hotels des Landes für den Tourismus angeordnet.

Mehrere Hotels werden bereits seit Tagen genutzt, um Hunderte Covid-19-Patienten aufzunehmen und Krankenhäuser der Millionenstadt zu entlasten. Die Region Madrid ist das Epizentrum der Krise in Spanien. (apa/dpa)