Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor einer steigenden Corona-Müdigkeit. Mehrere Länder Europas berichteten davon, dass die Menschen von der Pandemie allmählich genug hätten, teilte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Dienstag in Kopenhagen mit.

In den acht Monaten seit der Ankunft des Virus in der Region hätten die Bürger riesige Opfer zur Eindämmung von Corona gebracht. Das gehe einher mit außergewöhnlichen Umständen, "die uns alle erschöpft haben, unabhängig davon, wo wir leben und was wir tun", erklärte Kluge. Unter solchen Bedingungen sei es ganz natürlich, dass man sich demotiviert fühle und eine gewisse Müdigkeit verspüre. Dennoch glaube er, dass es möglich sei, die Bemühungen gegen die Herausforderungen wiederzubeleben, die Covid-19 mit sich bringe.

.Statement on #COVID19 fatigue & relevant strategies:

Unter anderem müssten neue, sicherere und innovative Wege gefunden werden, wie man die Bedürfnisse der Bürger insbesondere in der Festtagszeit stillen könne. Dies habe man etwa während des Ramadans gesehen, als gemeindenahe Gruppen sichere Lösungen für das Fastenbrechen gefunden hätten. "Indem wir eine Balance zwischen Wissenschaft, sozialen und politischen Bedürfnissen finden, können wir Vorsichtsmaßnahmen entwickeln, die kulturell akzeptiert sind", so Kluge. (apa, dpa)