In Großbritannien bereiten sich Krankenhäuser und Arztpraxen auf den Impfstart mit dem heimischen Präparat der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca vor. Die Impfungen sollen ab Montag anlaufen, wie der staatliche Gesundheitsdienst NHS mitteilte. Zu den 700 bereits aktiven Impfstellen sollten Hunderte weitere Krankenhäuser und Praxen im Laufe der kommenden Woche hinzukommen. Die Impfrate soll durch einen späteren zweiten Impftermin erhöht werden.

Boris Johnson mit dem Astrazeneca-Vakzin. - © APAweb / Reuters, Paul Ellis
Boris Johnson mit dem Astrazeneca-Vakzin. - © APAweb / Reuters, Paul Ellis

Zunächst stehen dem Land gut eine halbe Million Impfdosen des Oxford/Astrazeneca-Mittels zur Verfügung. Am Wochenende kamen die ersten Lieferungen bei den Einsatzorten an. NHS-Chef Simon Stevens bezeichnete den Schritt als "Meilenstein im Kampf der Menschheit gegen das Coronavirus". Anders als der Pfizer/Biontech-Impfstoff kann das britische Vakzin bei Kühlschranktemperaturen gelagert werden, was Transport und Lagerung erleichtert.

Wie in den meisten Ländern werden auch in Großbritannien zunächst die ältesten Bürger sowie Mitarbeiter von Pflegeheimen oder medizinischen Berufen geimpft. Mit einer neuen Strategie will das Land die Zahl derjenigen, die zumindest eine erste Corona-Impfung erhalten, deutlich erhöhen: So soll der zweite Impftermin nicht - wie ursprünglich geplant - drei Wochen nach dem ersten stattfinden, sondern erst zwölf Wochen später. Dadurch sollen mehr Risikopatienten früher einen Schutz erhalten. (apa/dpa)