Die milden Temperaturen waren nur ein Intermezzo, zum Wochenbeginn wird es laut Progose der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) wieder winterlich. Das beginnt zunächst mit Schnee, Tiefdruck und zurückgehenden Temperaturen, bevor ab Wochenmitte die sibirische Kälte einen Gruß nach Mitteleuropa schickt. Ein massiver Wintereinbruch mit Schnee, Glatteis und heftigem Wind gab es auch etwa am Sonntag in Deutschland und in den Niederlanden. Die Deutsche Bahn musste nach eigenen Angaben zahlreiche Verbindungen einstellen, auf unzähligen Straßen im Norden und in der Mitte Deutschlands waren Räumdienste im Dauereinsatz. In den Niederlanden wütete am Sonntag der erste Schneesturm seit zehn Jahren. In Großbritannien wehte der Wind mit einer Stärke von bis zu 90 Stundenkilometern.

Österreich im Detail: Am Montag überwiegen zunächst landesweit die Wolken und besonders am Vormittag regnet oder schneit es noch zeitweise. Die Schneefallgrenze liegt dabei zwischen tiefen Lagen im Nordosten und rund 1.200 Meter im Süden. Im Laufe des Vormittags klingt der Niederschlag mehr und mehr ab, von Norden und Westen her gibt es auch erste sonnige Auflockerungen. Ganztätig trüb bleibt es hingegen im Süden und Osten, hier regnet es auch bis zum Abend immer wieder. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Bereich des Alpenvorlandes teils auch lebhaft aus Nordwest bis Nordost. Die Frühtemperaturen liegen bei minus fünf bis plus drei Grad, die Tageshöchsttemperaturen von Nordost bis West bei minus vier bis plus sieben Grad.

Am Dienstag überwiegen unter Tiefdruckeinfluss in weiten Teilen Österreichs die Wolken und bereits in der Früh regnet oder schneit es zeitweise, wobei der Niederschlagsschwerpunkt im Süden und Osten liegt. Die Schneefallgrenze liegt zwischen tiefen Lagen im Norden und 1.000 Metern Höhe im Süden. Längere trockene Phasen gibt es zunächst noch in den nördlichen Landesteilen. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nord bis Südost. In der Früh bewegen sich die Temperaturen zwischen minus neun und plus zwei Grad, tagsüber erwärmt sich die Luft auf minus ein bis plus sieben Grad. Am mildesten ist es im Westen.

Am Mittwoch gibt es in weiten Teilen des Landes weiter überwiegend Wolken, nur an der Alpennordseite zeigt sich zeitweise ein wenig die Sonne. Im Süden und Südosten regnet und schneit es oft schon ab der Früh und spätestens am Nachmittag greifen die Niederschläge dann auch immer öfter auf die übrigen Landesteile über. Die Schneefallgrenze liegt an der Alpensüdseite um 800 Meter, im Norden und Osten schneit es bis in tiefe Lagen. Der Wind bläst in Föhnstrichen mäßig bis lebhaft aus Süd, sonst ist es eher windschwach. Von minus elf bis null Grad in der Früh steigen die Temperaturen auf minus zwei bis plus sechs Grad. Am mildesten ist es noch im Süden.

Auch am Donnerstag ist zunächst nicht viel mit Sonne, zeitweise schneit es noch fast überall. Noch am Vormittag lässt der Einfluss des Adriatiefs aber nach und es setzt sich zeitweise sonniges Wetter durch. Nur an der Alpennordseite und im Norden zeigen sich am Nachmittag noch mehr Wolken, hier sind weiterhin ein paar Schneeschauer möglich. Der Wind weht mäßig bis lebhaft, im Bergland und im Osten auch kräftig und bitterkalt aus Nordwest. Die Frühtemperaturen liegen bei minus zwölf bis minus zwei Grad, die Tageshöchsttemperaturen mit polarer Kaltluft ganz im Norden kaum über minus sieben Grad, im Süden teilweise noch bis plus drei Grad.

Am Freitag dauert mit der nördlichen Höhenströmung die Zufuhr polarer und trockener Kaltluft an. Diese bringt oft sonniges Wetter und nur wenige Wolken zeigen sich am Himmel. Im Osten und im Bergland bläst allerdings noch lebhafter bis kräftiger Nordwestwind. Die Frühtemperaturen bewegen sich um minus 15 bis minus fünf Grad, in schneebedeckten Tälern auch unter minus 20 Grad, die Tageshöchsttemperaturen um minus neun bis plus zwei Grad, am mildesten ist es im Westen und Südwesten. (apa)