28 Männer, 12 Frauen, 4 Kinder - und ein Neugeborenes hat die spanische Küstenwache von einem Boot vor den Kanarischen Inseln gerettet. Das Baby hatte eine der Frauen wenige Stunden an Bord irgendwo im Atlantik zur Welt gebracht. Mutter und Tochter wurden für Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht, das Flüchtlingsboot wurde in den Hafen von Arguineguin auf Gran Canaria geschleppt.

Erst vor wenigen Tagen hatte ein Rettungsschiff ein Flüchtlingsboot mit den Leichen von 24 Menschen an Bord entdeckt und nach Teneriffa geschleppt. Auf den Kanarischen Inseln ist die Zahl der eintreffenden Flüchtlinge stark gestiegen, seit die Kontrollen an der europäischen Südgrenze verschärft wurden.

Im vergangenen Jahr erreichten nach Angaben des Innenministeriums 23.023 Migranten die Kanaren - acht Mal so viele wie im Jahr 2019. Mindestens 1.851 Menschen starben laut der Organisation Caminando Fronteras im vergangenen Jahr während der gefährlichen Überfahrt. (apa/afp)