Die Staatsanwaltschaft der piemontesischen Stadt Verbania, die mit der Untersuchung des Seilbahnunglücks am Lago Maggiore am Sonntag mit 14 Todesopfern beauftragt worden ist, hat Ermittlungen gegen einige Bedienstete der Betreibergesellschaft der Seilbahn Stresa-Mottarone aufgenommen. Vermutet wird ein menschlicher Fehler hinter dem Unglück.
Einige Bediensteten wurden von den Ermittlern im Beisein ihrer Anwälte vernommen, berichteten italienische Medien. Die Staatsanwälte wollen ergründen, warum nach dem Kabelriss die Notbremse der Seilbahn nicht funktioniert hat. Der Verdacht lautet auf Fahrlässigkeit.

 

Bub kämpft um sein Leben

Eine Seilbahn-Kabine mit 15 Personen an Bord war kurz vor Erreichen der Gipfelstation am Berg Mottarone abgestürzt, nachdem das Seilbahn-Kabel gerissen war. Nur ein Insasse, ein fünfjähriger Bub, überlebte schwer verletzt. Er kämpft in einem Krankenhaus in Turin um sein Leben.
Die Unglücksursache ist bisher unklar. Der Betreibergesellschaft zufolge war die Notbremse der Seilbahn erst Anfang des Monats zuletzt gewartet worden, eine Notfallübung mit einem simulierten Kabel-Riss und Notbremsenaktivierung sei im Dezember erfolgreich verlaufen. (apa)