Der Tod eines Schweinswals an der norddeutschen Küste ruft nun Polizei und Staatsanwaltschaft auf den Plan. Die Ermittler gehen nämlich Berichten nach, laut denen das Tier, das unter strengem Schutz steht, am Ostseestrand vor Grömitz von mehreren Erwachsenen eingekesselt und festgehalten worden sein soll. Dann sollen mehr als 20 Kinder ins Wasser gerufen worden sein, die den Schweinswal umarmt und gesteichelt hätten, heißt es. Nun wird gegen mehrere Unbekannte ermittelt, die  mit der Aktion möglicherweise den Tod des Meeressäugers verschuldet haben. Kurz nach dem Massenstreicheln soll das Tier nämlich schwächer geworden und schließlich verendet sein.

Eine Sektion des Wals habe zwar ergeben, dass er an Herz- und Lungenwürmern gelitten habe, sagte die Sprecherin. Da aber auch nicht auszuschließen sei, dass das Tier durch den intensiven Kontakt mit den Menschen verendet sei, werde jetzt wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz ermittelt, sagte eine Sprecherin der zuständigen Staatsanwaltschaft Lübeck.