Alle Menschen an Bord des Passagierschiffes "Euroferry Olympia", das auf dem Weg zwischen Igoumenitsa im Nordwesten Griechenlands und Brindisi in Ostitalien in Brand geraten war, sind in Sicherheit. Die Fähre wurde vollständig evakuiert, berichtete die italienische Reederei Grimaldi Lines, die Betreiberin des Schiffes, am Freitag laut italienischen Medien. Niemand sei verletzt worden, kein Treibstoff sei ins Meer gelangt.

Der Brand hatte sich in einer Garage des Schiffes entwickelt, das hunderte Fahrzeuge, darunter mehrere Lkw, an Bord gehabt hatte. "Die Flammen waren sehr hoch, an Bord herrschte Panik", berichtete ein Zeuge nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA. Der Kapitän habe alle Menschen an Bord auf einem einzigen Deck versammelt und die Evakuierung angeordnet. Die Flammen seien inzwischen gelöscht worden.

Schiff der Küstenwache in der Nähe

Ein Schiff der italienischen Küstenwache, das sich zum Unglückszeitpunkt unweit der "Euroferry Olympia" befunden hatte, nahm 242 der insgesamt 288 Personen an Bord auf, die dann nach Korfu gebracht wurden. Die anderen Passagiere gingen an Bord von griechischen Patrouillenschiffen.

Die "Euroferry Olimpia" hatte 237 Passagiere und 51 Besatzungsmitglieder an Bord. Die griechischen Behörden entsandten drei Patrouillenboote und drei Schlepper der Küstenwache zur Unglücksstelle im Ionischen Meer. Der italienische Präsident Sergio Mattarella telefonierte mit dem Kommandanten der italienischen Küstenwache und gratulierte ihm zur Rettungsaktion.