Das von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen betriebene Rettungsschiff "Geo Barents" ist am Montag im Hafen der sizilianischen Stadt Augusta eingetroffen. An Bord befanden sich 101 im Mittelmeer aus Seenot gerettete Migranten. "Endlich haben wir einen sicheren Hafen", so Ärzte ohne Grenzen am Montag im Kurznachrichtendienst Twitter.

Unterdessen wartet das Rettungsschiff Ocean Viking mit 295 Menschen an Bord, die bei vier verschiedenen Einsätzen im zentralen Mittelmeer in Sicherheit gebracht worden waren, seit mehr als einer Woche immer noch auf einen Landungshafen. Aufrufe, der "Ocean Viking" einen sicheren Landungshafen zuzuweisen, liefen bisher ins Leere, twitterte die Hilfsorganisation SOS Mediterranee, die das Schiff betreibt.

Private Seenotretter retten bei ihren Einsätzen immer wieder Menschen, die sich auf der Flucht vor Konflikten, Verfolgung oder Armut von den Küsten Nordafrikas in Richtung EU aufmachen, vor dem Ertrinken. Viele Migranten steuern Italien an. Das Mittelmeerland lässt die Seenotretter in der Regel in seinen Häfen anlegen, wo die geretteten Migranten von Bord gehen. Rechte italienische Parteien kritisieren die Rettungseinsätze regelmäßig. (apa/mit/jeg/tes)