In Europa ist es heiß geworden - und die Gluthitze bleibt auch erhalten. Sie wird sich laut der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) sogar noch verstärken und ausbreiten. Der Wetterdienst AccuWeather sieht in der aktuellen Hitzewelle die stärkste seit mehr als 200 Jahren. Für die immer häufigeren und intensiveren Temperaturrekorde ist laut Wissenschaftern der Klimawandel verantwortlich.

Besonders betroffen sind Spanien und Portugal. In Spanien sollen die Temperaturen bis zum Wochenende einen Höchstwert von bis zu 44 Grad in Andalusien im Süden des Landes erreichen. Von Jänner bis Juli sind in dem Land mehr als 70.300 Hektar Wald in Flammen aufgegangen. Das ist fast doppelt so viel wie im Schnitt der vergangenen zehn Jahre.

Ein ähnliches Bild zeigt sich in Portugal: Bis mindestens Freitag gilt eine erhöhte Alarmbereitschaft für Rettungskräfte. Die Wettervorhersagen bleiben mit Blick auf die Brandgefahr äußerst besorgniserregend, so die Regierung. Nach Angaben des Zivilschutzes kam ein Mensch bei einem Feuer in der Ortschaft Murtosa ums Leben.

In Italien waren zuletzt Feuerwehrkräfte immer wieder zu Wald- und Buschbränden ausgerückt, etwa in Südtirol, der Toskana sowie in und um Rom. Es herrscht seit Wochen eine extreme Dürre. In fünf nördlichen Regionen entlang des Flusses Po verhängte die Regierung wegen der Trockenheit den Notstand.

Wälder in Flammen

Der französische Wetterdienst meldete bereits Mitte der Woche mehr als 39 Grad mit steigender Tendenz. Bis Ende Juli wird ein Dürre-Rekord erwartet. An der Atlantikküste kämpft die Feuerwehr weiter gegen einen großflächigen Waldbrand in den Pinienwäldern südlich von Bordeaux.

In zahlreichen Gegenden Griechenlands kommt es ebenfalls zu Bränden. Im Westen der Insel Samos beispielsweise wütete zwei Tage lang ein großer Waldbrand. Bei den Löscharbeiten ist ein Hubschrauber abgestürzt; dabei sind zwei Menschen ums Leben gekommen.

Vom kroatischen Zivilschutz wiederum hieß es, dass die Situation so schlimm sei wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Feuerwehr musste nahe der Stadt Sibenik einen Waldbrand löschen. Die Bewohner von Zaton und Raslina wurden mit Booten in Sicherheit gebracht.

Auch in Österreich kletterten die Temperaturen nach oben, jedoch werden keine derartigen Spitzenwerte erwartet. Erst kommende Woche sind bis zu 36 Grad vorhergesagt.(apa/red.)