Die Trockenheit in Südeuropa hat weiterhin teils verheerende Folgen: Auch zum Wochenstart kämpfen Einsatzkräfte in mehreren Urlaubsländern gegen Waldbrände. Zumindest in Frankreich und Spanien entspannte sich die Lage - auch auf der schwer getroffenen Urlaubsinsel Teneriffa.

Anders sieht die Lage in Griechenland aus: Die Brände, die in Griechenland toben, haben bereits mehr als 6600 Hektar Wald und Fläche zerstört. Das ergaben Berechnungen und Karten von Forst- und Waldbrandexperten, wie die griechische Nachrichtenagentur ANA am Montag berichtete. Demnach hat der Waldbrand im Südteil der Insel Lesbos, der am Montag immer noch nicht unter Kontrolle war, bereits rund 1.700 Hektar vernichtet. Der Brand, der weiter im Nordosten im Nationalpark Dadia tobte, soll bisher mehr als 2.500 Hektar zerstört haben. Das mittlerweile gelöschte Feuer im Norden Athens vergangene Woche legte demnach rund 2.400 Hektar in Schutt und Asche.

Für Dienstag sprach die Feuerwehr erneut von einem "sehr hohen Waldbrandrisiko" für Athen und Umgebung sowie die Insel Euböa und die Inseln der östlichen Ägäis. In weiten Teilen des Landes herrsche zudem ein "hohes Waldbrandrisiko".

Feuer auf Teneriffa verliert an Kraft

Der Waldbrand auf der bei Urlaubern beliebten spanischen Kanaren-Insel Teneriffa hat dagegen an Intensität nachgelassen. Das Feuer verliere an Kraft und es gebe Hoffnung, dass die Flammen in Kürze unter Kontrolle gebracht werden könnten, zitierte die spanische Zeitung "El Día" Inselpräsident Pedro Martín am Montag.

Nach offiziellen Angaben vom Sonntag zerstörten die Flammen bereits mehr als 2.150 Hektar. 585 Bewohner von La Guancha und vier weiteren Gemeinden waren in Sicherheit gebracht worden. Zahlreiche ausländische Wandertouristen seien am nahe gelegenen Nationalpark Teide vor den Flammen gewarnt worden. Rund 150 Brandbekämpfer waren im Einsatz. Höhere Luftfeuchtigkeit und nachlassender Wind erleichterten ihre Arbeit. Die vielen anderen Waldbrände der vergangenen Wochen in Spanien wurden unterdessen gelöscht oder weitgehend unter Kontrolle gebracht.

Lage in Slowenien und Teilen Frankreichs beruhigt sich

Auch für die Brände an Frankreichs Atlantikküste gab es teilweise Entwarnung. Südlich von Bordeaux beruhigte sich die Lage mittlerweile. Der Waldbrand bei Landiras ist vollständig unter Kontrolle, teilte die zuständige Präfektur für die Gironde am Montagvormittag mit. Gelöscht seien aber noch nicht alle Feuer. Auch den zweiten großen Waldbrand in der Gegend, bei La Teste-de-Buch, haben die Einsatzkräfte in den Griff bekommen.

Eingedämmt konnten auch die Brände im slownischen Karstgebiet werden, die seit rund einer Woche toben. Am Montag verblieben nur mehr noch 240 Feuerwehrleute in der Region, um die Situation zu beobachten, berichtete die Nachrichtenagentur STA. Nach diesen Angaben zerstörten die Flammen fast 4.000 Hektar an Vegetation. Über den Schaden an Gebäuden in den betroffenen Dörfern lagen zunächst keine Angaben vor.

30 Feuerwehreinheiten bekämpfen Brand in tschechischem Nationalpark

Während sich die Lage in Teilen Europas beruhigt, dauern die Löscharbeiten bei einem Waldbrand im tschechischen Nationalpark Böhmische Schweiz an. Rund 30 Feuerwehreinheiten mit fast 50 Fahrzeugen waren am Montag vor Ort, um die Flammen zu bekämpfen, wie ein Sprecher der Einsatzkräfte mitteilte. Zudem wurden ein Polizei-und ein Armeehubschrauber eingesetzt.

Der Waldbrand war am Sonntagmorgen auf einer Fläche von rund sieben Hektar unweit des bei Touristen beliebten Prebischtors, einer Felsenformation, ausgebrochen. Nachdem das Feuer zunächst unter Kontrolle gebracht worden war, wurde später ein zweiter Brandherd entdeckt. (apa)