England hat von Jänner bis Juni das trockenste Halbjahr seit 46 Jahren erlebt. Das geht aus Daten des Wetterdienstes Met Office hervor, wie die BBC am Dienstag berichtete. Das Met Office geht in den kommenden Wochen weiter von Trockenheit aus, vor allem im Südosten des Landes, wo es auch bisher schon am trockensten war.

Durch zu wenig Regen - und verstärkt durch die kürzliche Hitzewelle - sind die Wasserstände auf ein niedriges Niveau gesunken. Es gilt auch als möglich, dass in diesem Sommer noch offiziell eine Dürre ausgerufen werden muss. Dies war zuletzt 2018 der Fall.

Bei einem Krisentreffen tauschten sich am Dienstag mehrere Behörden über die niedrigen Wasserstände aus. Die britische Bevölkerung wurde aufgerufen, sparsam und vernünftig mit Wasser umzugehen. Die Isle of Man verbot Einwohnern unter Androhung hoher Strafen, Gartenschläuche zur Bewässerung zu benutzen. Ähnliche Maßnahmen könnten auch in anderen Regionen folgen.

Rob Thompson, ein Meteorologe der Universität Reading, sagte der BBC, mit dem Klimawandel verändere sich die Art und Weise, wann und wie es regne. "Wir rechnen mit mehr Extremen und mit extremeren Extremen", sagte Thompson. So sei mit mehr Dürreperioden zu rechnen, aber auch mit häufigeren Hochwassern und Überschwemmungen. (dpa)