Waldbrände toben weiter in Kärntens Nachbarregion Friaul Julisch Venetien. Den elften Tag in Serie loderten die Flammen im Karstgebiet. In San Michele del Carso nördlich von Triest unweit der Grenze zu Slowenien mussten 400 Personen die Nacht in einer Sporthalle verbringen, nachdem dort ein großes Feuer ausgebrochen war. Der Brand wurde vom Wind angefacht und war auch am Freitag immer noch nicht unter Kontrolle.

Sorge machte den Behörden auch ein weiterer Brand, der in der Gemeinde Taipana in der Provinz Udine nahe der slowenischen Grenzen ausgebrochen ist. Löschflugzeuge des Typs Canadair waren im Einsatz. Befürchtet wird, dass die Flammen, angefacht von den starken Winden, sich weiter ausdehnen könnten.

Seit Tagen toben Brände in Friaul, die bereits über 500 Hektar Wald zerstört haben. In den vergangenen Tagen mussten wegen der Brände Teile der Autobahn A4 gesperrt werden. Der regionale Bahnverkehr kam teilweise zum Erliegen.

Die Flammen wüteten auch auf den Hügeln von Genua. Die Flammen drohten, einige Häuser zu erreichen. Hubschrauber und Löschflugzeuge waren im Einsatz. Brände wurde auch in der Toskana gemeldet. Nach Behördenangaben ist die Zahl der Brände im Jahr 2022 um 170 Prozent gegenüber dem Vorjahr geklettert. Besonders stark tobten die Flammen im Monat Juli, in dem Dürre und Rekordtemperaturen gemeldet wurden. (apa)