Wegen einer Wildschwein-Familie ist Roms größter Park am Sonntagnachmittag zum Teil geschlossen werden. Die Polizei und Tierärzte griffen ein, um die Gruppe zu isolieren, die im Park Villa Doria Pamphili umherstreunte. Die Suche nach den Tieren war noch im Gange und wurde am Montag fortgesetzt, berichteten Medien.

Wildschweine sind seit längerer Zeit ein Problem für die italienische Hauptstadt. Videos mit Gruppen der Tiere, die sogar in zentralen Bezirken Roms auf den Straßen herumlaufen, sind keine Neuigkeiten mehr. Öfters griffen die Wildschweine auf der Suche nach Futter Personen und Hunde an.

Schäden in der Landwirtschaft

Derzeit zählt man in ganz Italien circa 1,5 Millionen Wildschweine, die zu einem zunehmenden Problem in den Städten und am Land geworden sind. In sieben Jahren - im Zeitraum von 2015 bis 2021 - haben Wildschweine der italienischen Landwirtschaft Schäden in Höhe von 120 Millionen Euro verursacht. Die jährlichen Beträge für die Rückerstattung der von den Tieren verursachten Schäden wurden auf durchschnittlich über 17 Millionen Euro pro Jahr beziffert, geht aus einer neu veröffentlichten Studie des Forschungsinstituts Ispra hervor. Die am stärksten betroffenen Regionen sind die Abruzzen, Piemont, Toskana und Latium.

In Italien werden immer mehr Wildschweine gekeult. Im Zeitraum 2015 bis 2021 stieg die Zahl der getöteten Tiere um 45 Prozent. Im Durchschnitt werden pro Jahr etwa 300.000 Wildschweine erlegt, davon 257.000 bei der normalen Jagd und 42.000 im Rahmen von Maßnahmen zur Reduzierung der Zahl der Wildtiere. (apa/mit/sws/saw)