Ein Angreifer hat in einem Regionalexpress auf der Fahrt von Kiel nach Hamburg in Norddeutschland zwei Menschen getötet und sieben verletzt. Dutzende Menschen wurden Zeugen des Verbrechens, mutige Passagiere verhinderten wohl Schlimmeres.

Bei dem mutmaßlichen Angreifer handelt es sich um einen staatenlosen Palästinenser, wie Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) am Abend am Bahnhof in Brokstedt sagte. Der 33-Jährige kam nach Polizeiangaben mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. "Die Hintergründe sind noch unklar, ebenso wie die Identitäten der Geschädigten", sagte eine Polizeisprecherin.

Palästinenser bisher nicht als Extremist aufgefallen

Es gab erste Hinweise, dass der mutmaßliche Angreifer geistig verwirrt sein könnte. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen. Nach vorläufigen Erkenntnissen war er bisher nicht als Extremist aufgefallen.

Nach Angaben der Polizei hielten Zeugen den Angreifer fest. Demnach sei es den Helfern unmittelbar nach der Tat gelungen, den Verdächtigen zu stoppen, bis die Einsatzkräfte eintrafen. Sie hätten "wohl den Täter davon abgehalten, Schlimmeres zu begehen", sagte Sütterlin-Waack und dankte denjenigen, die "so mutig" seien, sich "dem Täter entgegenzustellen". Für Donnerstagmorgen wurde eine Pressekonferenz mit Sütterlin-Waack und einem leitenden Polizeibeamten erwartet. (apa, dpa)