Mit Nachtsichtkameras und fleischbestückten Fallen haben spanische Polizisten und Tierexperten am Freitag die Jagd auf eine mysteriöse Wildkatze ausgeweitet - bei der es sich um einen Panther handeln könnte. "Nach Beschreibungen von Augenzeugen ist es ein Panther, aber wir sind nicht sicher", sagte Jacinto Navarro, Mitarbeiter der Regionalregierung von Andalusien. Noch am Morgen hätten besorgte Bauern angerufen, die das schwarze Tier gesichtet hätten.

Schon vier Tage wurde in einem Naturschutzpark nahe der Stadt Berja im Süden des Landes nach der großen Wildkatze gesucht. In die Fallen, die aufgestellt wurden, tappten bisher nur ein Fuchs und eine Hauskatze. Am Freitag hätten die sechs Panther-Jäger - drei Polizisten und drei Umweltbeauftragte - Nachtsichtkameras und weitere Fallen aufgestellt. Es habe "absoluten Vorrang", das Wildtier lebendig zu fangen, sagte Navarro.

Niemand gab bis zum Freitag an, ihm sei ein Panther entlaufen. "Wir vermuten, jemand, der ihn als Haustier hielt, hat ihn ausgesetzt", sagte der Regierungsmitarbeiter. Wenn der Panther gestellt wird, wollen Tierschützer die Katze mit einem Betäubungsgewehr ruhigstellen und einem Zoo übergeben.