"Jedwede Unterstützung" für Paris versicherte Obama. - © ap
"Jedwede Unterstützung" für Paris versicherte Obama. - © ap

Brüssel. (red/apa) Unmittelbar nach dem Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" zeigten sich zahlreiche europäische Spitzenpolitiker entsetzt. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nannte den Terroranschlag auf die Redaktion der französischen Satirezeitung "Charlie Hebdo" mit bisher zwölf Toten einen "unerträglichen Akt" und verurteilte ihn als "Barbarei". Juncker erklärte in seiner Stellungnahme, er sei "zutiefst schockiert von der brutalen und inhumanen Attacke" auf die Redaktion von "Charlie Hebdo". Er sprach im Namen der EU-Kommission Frankreich seine Solidarität aus.

Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt sich in einem Telegramm an Präsident François Hollande erschüttert. Die abscheuliche Tat sei nicht nur ein Angriff auf die Franzosen und die innere Sicherheit Frankreichs. "Sie stellt auch einen Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit dar, ein Kernelement unserer freiheitlich-demokratischen Kultur, der durch nichts zu rechtfertigen ist", so die Kanzlerin.

"Demokratien dürfen sich
nicht einschüchtern lassen"

Der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann äußerte nach der Attacke seine Anteilnahme. Ein solches Attentat könne die Werte der freien, aufgeklärten Gesellschaft nicht angreifen. "Unsere Werte - Demokratie und Menschlichkeit, Meinungsfreiheit und Pressefreiheit - werden siegen", erklärte der Kanzler am Mittwoch in einer Aussendung. Der italienische Regierungschef Matteo Renzi äußerte "Entsetzen und Bestürzung". "Gewalt wird immer verlieren gegen Freiheit und Demokratie", schrieb der 39-Jährige am Mittwoch auf Twitter. Der Sozialdemokrat drückte seinem Gesinnungsgenossen Hollande, seine "totale Nähe (...) in diesem schrecklichen Moment" aus.

Österreichs Außenminister Sebastian Kurz erklärte, "demokratische Gesellschaften wie unsere dürfen sich dadurch nicht einschüchtern lassen. Wir müssen weiterhin unsere Grundwerte wie die Presse- und Meinungsfreiheit mit Nachdruck verteidigen."

Der britische Premierminister David Cameron versicherte Frankreich, sein Land stehe beim Kampf gegen den Terrorismus an der Seite Frankreichs.

Russlands Präsident Wladimir Putin verurteilte jede Art von Terrorismus. Der Präsident drücke sein "tiefes Mitgefühl für die Angehörigen der Opfer und auch für die Menschen von Paris und alle Franzosen" aus, sagte ein Kreml-Sprecher am Mittwoch. "Moskau verurteilt scharf jede Form von Terrorismus."

Schulterschluss
mit Paris

US-Präsident Barack Obama hat den Anschlag scharf verurteilt und der Regierung in Paris die volle Unterstützung der Vereinigten Staaten zugesichert. Frankreich sei der "älteste Verbündete Amerikas" und habe mit den USA gemeinsam gegen die Bedrohung durch Terroristen in der Welt gekämpft, erklärte Obama am Mittwoch. Er habe seine Regierung angewiesen, den französischen Behörden "jede benötigte Unterstützung" zukommen zu lassen, um die Verantwortlichen für die "abscheuliche Attacke" zur Rechenschaft zu ziehen. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Opfern dieser Terrorattacke und der Bevölkerung Frankreichs in dieser schwierigen Zeit", fügte der US-Präsident hinzu.