Papst Franziskus drängt auf die Einhaltung der Sonntagsruhe. Da gehe es nicht nur um ein "soziales Recht", sondern "vor allem um eine Dimension des Menschlichen", sagte er am Samstag bei einer Audienz für Mitarbeiter der italienischen Fürsorgeanstalt INPS im Vatikan.
"Gott hat den Menschen zum Ruhen aufgefordert, und er selbst wollte am siebenten Schöpfungstag daran teilhaben. In der Sprache des Glaubens ist das Ausruhen also gleichzeitig etwas Menschliches und etwas Göttliches", sagte der Papst. Der Sonntag diene nicht nur der Entspannung. Der Mensch müsse auch die Möglichkeit haben, sich um die Familie sowie um das kulturelle, soziale und religiöse Leben zu kümmern.
Arbeit sei nicht nur ein "unwichtiges Rädchen" in einem "perversen Mechanismus, der Ressourcen zermalmt, um immer höhere Profite einzustreichen": "Vergesst nicht den Menschen - das ist der Imperativ. Den Menschen bewusst lieben, ihm dienen mit Gewissenhaftigkeit, Verantwortung und Verfügbarkeit. Arbeiten für die, die arbeiten - und auch für die, die gerne arbeiten würden, aber nicht können. Und das alles nicht als Werk der Solidarität, sondern als Pflicht der Gerechtigkeit", so der Papst.