Wien. Am Sonntag frühmorgens ist in Europa die Sommerzeit wieder zu Ende gegangen. Um 3.00 Uhr wurden die Zeiger um eine Stunde zurückgedreht.  Für die nächsten fünf Monate befinden wir uns also in der "Normalzeit". Wobei es bei der jetzt gültigen Sommerzeit-Regelung nicht um eine Extra-Stunde Schlaf gegangen ist. Sie hat ihren Ursprung in der Ölkrise von 1973 und sollte Energie sparen helfen. Österreich beschloss die Einführung der Sommerzeit erst 1979.

 Mallorca will die "ewige Sommerzeit"

Nicht alle sind über die Umstellungen erfreut. So wollen Mallorca und auch die Nachbarinseln Menorca, Ibiza und Formentera die Uhren in Zukunft im Herbst nicht mehr zurückstellen, um abends statt morgens mehr Helligkeit zu genießen. Das Parlament der Balearen nahm einen entsprechenden Antrag der linksökologischen Partei Mes de Menorca einstimmig an.

Damit stellt es sich zugleich gegen umgekehrte Bestrebungen auf dem Festland, die Sommerzeit abzuschaffen. Nach der Annahme des Antrags soll sich die Regionalregierung in Madrid sowie Brüssel dafür einzusetzen, dass die Balearen künftig die Zeitumstellung aussetzen dürfen. Die ganzjährige Beibehaltung der Sommerzeit (MESZ) würde "gesundheitliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Vorteile" mit sich bringen, heißt es in der Begründung.

Aufgrund ihrer geografischen Lage sind die Balearen in Spanien am stärksten von den dunklen Nachmittagen im Winter betroffen. Das Parlament zieht einen Vergleich mit der im Nordwesten Spaniens gelegenen Region Galicien. Dort gehe die Sonne im Winter 50 Minuten später als in den Balearen unter.