Brüssel. Litauen hat in der EU die höchste Selbstmordrate, Österreich liegt mit 15 Selbstmorden pro 100.000 Einwohner über dem EU-Durchschnitt (elf pro 100.000 Einwohner). Wie die Zahlen des EU-Statistikamtes Eurostat zeigen, sticht mit 31 Selbstmorden pro 100.000 Einwohner Litauen deutlich negativ hervor, dahinter liegen Lettland, Ungarn und Slowenien (jeweils 19), Estland (18), Belgien, Kroatien (je 17), Polen (16), Österreich und Finnland (je 15), Tschechien und Frankreich (je 14), Luxemburg (13) sowie Dänemark, Deutschland und Schweden (12).

Unter dem EU-Durchschnitt liegt die Selbstmordrate in Zypern und Griechenland (je 5 pro 100.000 Einwohner), Italien (6), Großbritannien (7), Spanien und Malta (je 8) sowie Bulgarien (10). Irland, die Niederlande, Portugal, Rumänien und die Slowakei liegen genau im EU-Durchschnitt.

Die Zahlen von Eurostat stammen aus dem Jahr 2014. Von den 4,9 Millionen Todesfällen in der gesamten EU in diesem Jahr waren 58.000 Selbsttötungen, das sind 1,2 Prozent. Fast acht von zehn Selbstmorden wurden von Männern begangen (77 Prozent), und fast die Hälfte (48 Prozent) der Selbstmörder waren in einem Alter zwischen 40 und 65 Jahren. In absoluten Zahlen verzeichnete Deutschland im Jahr 2014 die meisten Selbsttötungen (10.300), gefolgt von Frankreich (9.100) und Polen (6.000).