Aufgrund hochgiftiger Quallen wurden auf Mallorca Badeverbote verhängt. Betroffen ist zunächst das Gebiet der Inselhauptstadt Palma. Rote Flaggen weisen die Badegäste auf die Gefahr hin..

Mindestens zwei lebende Exemplare der giftigen Quallenart Portugiesische Galeere (Physalia physalis) waren zuvor im Wasser der Bucht von Palma gesichtet worden. Die betroffenen Strände liegen östlich des Stadtzentrums, unweit des bei deutschen Touristen beliebten "Ballermann"-Strandes.

Die Quallen, die eigentlich Kolonien von Polypen darstellen, können mit dem Gift ihrer teils meterlangen Tentakeln kleinere Fische töten, Menschen kann der Kontakt starke Schmerzen verursachen.

Mehrere Sichtungen

Der Quallen-Alarm war Anfang der Woche nach dem Fund eines toten Exemplars der Portugiesischen Galeere am beliebten Strand Ciudad Jardin ausgelöst worden. Am Wochenende waren in der Provinz Alicante im Osten Spaniens ebenfalls Portugiesische Galeeren angespült worden. Daraufhin waren dort Strände auf einer Länge von knapp 120 Kilometern gesperrt worden.

Die Portugiesische Galeere ist nicht im Mittelmeer heimisch. Die gesichteten Exemplare wurden nach Vermutung von Experten von starker Strömungen vom Atlantik durch die Straße von Gibraltar an die Küste Spaniens gespült.