Im Freien, auf dem Baseler Theaterplatz, findet sich ein mit skurril-beweglichen Schrottelementen ausgestatteter (Jean) Tinguely-Brunnen, der im Winter, wenn die Temperaturen dementsprechend tief sind, bizarre Eisformationen entstehen lässt. Im Sommer wiederum, bei hohen Temperaturen, empfiehlt sich ein (Kopf-)Sprung, nein, nicht in den Brunnen, sondern besser gleich in den Rhein, was in Basel einem Volkssport gleicht.

Ansonsten wird man, durch die adretten Altstadtgässchen Basels schlendernd (und dabei verheißungsvolle Tor- und Türnamen wie "Zur Augenweide", "Zum Einhorn" oder "Zum vorderen Orient" bestaunend), früher oder später beim Wahrzeichen der Stadt landen, dem Münster, dessen zwei Türme man – so man schwindelfrei ist – auf filigranen Holztreppen besteigen kann. In der (reformierten) Kirche selbst ist das Grabmal des Erasmus von Rotterdam auf Steinplatten ausgewiesen (und mit einiger Fantasie darunter auch vorstellbar).

Lohnend bleibt außerhalb der Chemie- und Pharmastadt noch der Besuch der unmittelbar angrenzenden Länder Deutschland und Frankreich mittels Straßenbahn, was in dieser Form weltweit wohl einmalig ist. Apropos Tram: Diese verkehrt in Basel als öffentliches Hauptverkehrsmittel flott und häufig, allerdings mit nicht immer sogleich erkennbarer Streckenführung, sodass man, anders als Picasso, auch dabei seine blauen Wunder erleben kann . . .