Sommerpflege
Einmalblühende Strauchrosen, dazu gehören alle Wildrosenarten und viele historische Rosen, werden grundsätzlich nicht geschnitten, da man sich dabei um den Genuss der dekorativen Hagebutten bringt. Bei ihnen sowie bei Kletterrosen entfernt man nur das Verblühte. Bei Beet- oder Edelrosen gibt es zwei Möglichkeiten: Will man eine kontinuierliche Blüte, sollte man nur den Blütenrest und zwei Blätter abschneiden. Will man aber die Pflanze zu kräftigem Wuchs von der Basis weg anregen, so empfiehlt sich ein kräftiger Rückschnitt auf drei bis vier Augen. Die Rosen sollten außerdem regelmäßig auf Schädlingsbefall kontrolliert werden.

Herbstpflege
Von Oktober bis zum ersten Frost ist die Hauptpflanzzeit für wurzelnackte Rosen. Dafür wird der Boden gelockert und mit Kompost verbessert. Im Herbst nimmt man einen Formschnitt vor, das heißt die langen Triebe werden eingekürzt. Organischer Dünger wie Pferde- und Kuhmist oder Hornspäne stehen der Pflanze erst nach der Zersetzung durch Mikroorganismen zur Verfügung, deshalb jetzt ausbringen, damit die Rosen im Frühjahr davon profitieren und kräftig austreiben können. Vor dem Winter werden Rosen mit Reisig oder Stroh und Jutesäcken (für Hochstammrosen), sowie dem Anhäufeln der Veredelungsstellen vor Kälte und Austrocknung geschützt.
Rosen sind Starkzehrer, das heißt, sie haben einen hohen Nährstoffbedarf. Nicht ausreichend versorgte Pflanzen blühen nicht so üppig, bilden nur noch kümmerliche Neutriebe und sind anfällig für Krankheiten. Überdüngt werden dürfen Rosen allerdings auch nicht. Zu beachten ist, dass Dünger nie über Blätter und Blüten gestreut werden sollte, sondern direkt auf das Erdreich am Fuß der Rose.

In Töpfen und Kübeln
Rosen können auch in Töpfen oder Pflanzkübeln kultiviert werden. Das erfordert allerdings besonders intensive Pflege. Die wichtigste Voraussetzung ist ein ausreichend großes Gefäß. Da Rosen besonders lange Wurzeln haben, muss es mindestens 50 Zentimeter tief sein. Bei der Rosenauswahl sollte man robuste Sorten bevorzugen. Klein wachsende Beet- oder Zwergrosen sind ideal für den Topfgarten. Eine Tonscherbe auf dem Abflussloch im Boden des Topfes sorgt dafür, dass überschüssiges Gießwasser gut abfließen kann, denn Staunässe mögen Rosen nicht. Unterstützen lässt sich die Drainage außerdem mit einer dünnen Schicht Blähton. Besonders Rosen, die in Töpfen wachsen, sind auf eine ausreichende Düngergabe angewiesen, da ihnen nur ein begrenztes Substratvolumen zur Verfügung steht. Wenn nach vier bis fünf Jahren die Erde im Topf komplett von Wurzeln durchzogen ist, müssen die Rosen in ein größeres Gefäß umgesetzt werden.