Eigentlich ist es ganz simpel: Man darf bis zu dreimal würfeln, um die entsprechenden Zahlen zusammenzubekommen, dass eine Karte ausgefüllt werden kann. Eigentlich. Denn das Komplizierte bei "Man muss auch gönnen können"  liegt im Detail. Da wäre erstens einmal der Umstand, dass es fünf Würfel gibt, aber manche Karten mehr Felder haben. Und dass man sich die Karten erst einmal aus der Marktauslage kaufen muss. Und dass es bei Punktezählen dann auch noch darauf ankommt, wie man seine Karten in er eigenen Auslage platziert hat. Und dann sind da natürlich die Würfel, die sowieso ein Eigenleben führen und oft genug nicht die Augenzahl zeigen, die man braucht.

Die Altersempfehlung "ab 8 Jahren" ist jedenfalls etwas ambitioniert, wenn man Ulrich Blums und Jens Merkls im Vollausbau spielen möchte. Denn es braucht schon eine gewisse Einspielphase, bis man die Regeln ganz verstanden hat. Dann aber macht es wirklich Spaß, vor allem, weil auch die Spieler, die gerade nicht dran sind, etwas zu tun haben. Denn auch sie dürfen sich an den gewürfelten Zahlen bedienen. Eine halbe Stunde dauert eine Runde dann. Und die beiden Autoren haben - in Zeiten der Corona-Isolation eine gute Idee - ihr Spiel so konzipiert, dass man es auch alleine spielen kann. Aber natürlich macht es mit der Maximalzahl von vier Spielern mehr Spaß.