Eines vorweg: Das neueste Familienspiel aus dem Hause Schmidt Spiele ist völlig zurecht ab 5 Jahren. Liegt es am körperlichen Vorteil der Kleineren? Oder gehen sie einfach mit weniger Bedacht und mehr Vertrauen auf ihr Glück zu Werke und machen sich deshalb den Wurf nicht selbst schwerer als nötig? Man weiß es nicht. Fakt ist aber: Im ersten Testdurchgang von "Käpt'n Kuller" für die "Wiener Zeitung" haben die Kinder haushoch gewonnen.

Das Spielprinzip ist denkbar einfach: Innerhalb des Spielkartons (allein schon die Idee des technischen Aufbaus ist wirklich gelungen) lässt man eine kleine Kugel wie beim Kegeln mitten durch einen Berg Edelsteine rollen, auf dass möglichst viele - beziehungsweise möglichst die richtigen Farben - mit hinunter in die zweite Etage fallen mögen, um damit Münzen zu gewinnen. Gefragt ist dabei ein bisschen Geschick, aber vor allem Glück. Und das Spiel ist nicht nur kurz, sondern auch kurzweilig.

Auch die optische Aufmachung ist absolut überzeugend. Die Spielschachtel, die zugleich als kompaktes Spielbrett dient (und zwar Boden und Deckel), ist schön aufgemacht und innen lustig bemalt. Die Edelsteine glitzern schön. Und wie die Kinder ein Spiel finden, bei dem sie eine Kugel wild rollen lassen dürfen, braucht man wohl nicht extra zu erwähnen. Kirsten Hiese hat hier mit simplen Spielmitteln wirklich viel Spielspaß geschaffen.