Warum die Dodos ausgestorben sind, wissen wir seit "Ice Age". Die beiden Spieleautoren Marco Teubner und Frank Bebenroth haben freilich ihre eigene Theorie: Die sagenhaften Urvögel - oder besser gesagt: ihr Ei - haben schlicht und einfach das rettende Boot am Fuße des Berges, in dem sie ihr Nest hatten, versäumt. Das ist jedenfalls der Ausgangspunkt von "Dodo", dem neuen Familienspiel aus dem Hause Kosmos.

Vier Faktoren sind dabei besonders hervorzuheben: Erstens ist es ein kooperatives Spiel: Mittels Würfel muss man gemeinsam über eine Art Memory immer wieder neue Teile für eine rettende Brücke finden und diese dann anlegen, damit das Ei der Dodos nicht die Klippen hinab fällt, sondern sicher den Berghang entlang hinunter rollt, bis es zuletzt im Boot landet.

Zweitens ist die Spielfläche nicht zwei-, sondern dreidimensional. Man baut einen richtigen Kartonberg auf, und es geht wirklich bergab. Es gilt also auch die Brückenteile entsprechend anzulegen.

Drittens ist die Spielzeit begrenzt, und zwar hier ganz genau. Denn wenn das Ei einmal zu rollen beginnt, dann rollt es. Und wenn die Brückenteile zu spät angelegt werden, dann fällt es. "Dodo" drückt also aufs Tempo, setzt die Spieler ganz schön unter Druck und wird deshalb nicht langweilig.

Viertens gibt es verschiedene Schwierigkeitsstufen, in denen das Spiel zu zweit bis viert gespielt werden kann. Die Chance, gemeinsam zu gewinnen, ist auch bei der schwierigsten Variante gar nicht so schlecht. Weil die Kugel nämlich zwar rollt, aber nur langsam. Und zwar ganz automatisch. Ja, und das ist wohl das größte Faszinosum an diesem Spiel: Wie haben die das bei Kosmos bloß gemacht, dass diese Kugel von selbst bergab wackelt?