Das Weingut Bründlmayer steht für Riesling, Grüner Veltliner, Pinot Noir und nicht zuletzt Sekt auf Spitzenniveau. Mit dem Riesling Ried Zöbinger Heiligenstein Alte Reben 2019 konnte nun ein Erfolg eingefahren werden, der einzigartig ist. Gleich drei Weinmagazine gaben dem edlen Gewächs unabhängig von einander die Höchstwertung. Die Wein-Chefredakteure Peter Moser von Falstaff und Willi Balanjuk von A la Carte haben ihn mit 100 Punkten ausgezeichnet, eine Wertung, die nur ganz selten vergeben wird. Weiters darf sich Bründlmayer freuen, dass "Weinkritiker-Doyen Viktor Siegl mit Begeisterung ohne Wenn und Aber" die Vinaria-Höchstwertung von fünf Sternen vergab. Zudem zeichnete der Gault Millau im aktuellen Weinguide 2021 Bründlmayers Riesling Alte Reben 2019 mit 19,5 von 20 Punkten als besten Riesling Österreichs des Jahrgangs 2019 aus. Der Wein stammt von 50 bis 100 Jahre alten Reben (ab Hof 59 Euro).

Jahreszeitlich passend soll an dieser Stelle auf eine weitere Stärke Bründlmayers fokussiert werden: die Schaumweine, mit denen ebenfalls herausragende Erfolge eingefahren wurden. Falstaff vergab für Brut Nature Blanc de Blancs Große Reserve 2017 die rare Wertung von 96 Punkten und für Blanc de Noirs Extra Brut Große Reserve 2015 fast ebenso viel, nämlich 95. Der Brut Rosé wurde mit 93 Punkten Sieger der Rosé-Kategorie.

Das Sektrüttelhaus von Bründlmayer. - © Philipp Kreidl
Das Sektrüttelhaus von Bründlmayer. - © Philipp Kreidl

Die ungewöhnliche Sekt-Erfolgsgeschichte Bründlmayers begann vor mehr als 30 Jahren. Willi Bründlmayer wollte damals seiner aus Frankreich stammenden Ehefrau Edwige eine Freude machen. Diese hatte immer schon eine Vorliebe für prickelnde Kreszenzen, weshalb er beschloss, sich um die Erzeugung erstklassiger Schaumweine zu bemühen. 1989 wurde zum Geburtsjahr des ersten Bründlmayer Brut Jahrgangssektes, der nach dreijähriger Hefelagerung 1992 erstmals präsentiert wurde.

Längst zählt Bründlmayer, der ausschließlich Prickelndes im Premiumbereich anbietet, zu den österreichischen Leitbetrieben punkto Schaumwein. Der wohl renommierteste internationale Weinkritiker Hugh Johnson erklärte Bründlmayers Sekt mehrfach zum "besten Schaumwein Österreichs nach der traditionellen Methode". Die Grundweine dazu stammen aus hervorragenden Weinberglagen rund um Langenlois und lassen in beeindruckender Weise auch das Terroir verspüren. Alles in allem erreichen die Bründlmayer’schen Gewächse durchaus das Niveau von sehr gutem Champagne. Ganz neu im aktuellen Sortiment sind ein Blanc de Noirs und der Brut Nature, die das Repertoire bestens abrunden.

Blanc de Noirs Extra Brut Große Reserve 2015
(12 Vol % Alk., 7,7 g/l Säure, Rebsorte: Pinot Noir, 49,95 Euro bei Wein & Co)
Sehr noble Anmutung, dezente Beerenanklänge, zu denen hauchweise Kirscharomen hinzutreten, auch apfelige Einsprengsel kommen dazu, alles sehr subtil und hintergründig, wunderbares Mousseux, stoffig, engmaschig, gediegener Säurebogen, mundfüllend und erquicklich, reichlicher Tiefgang, wohlausgewogen, kombiniert Süffigkeit mit Grandezza.

Brut Nature Blanc de Blancs Große Reserve 2017
(12,5 Vol. % Alk. 7,5 g/l Säure, Rebsorte: Chardonnay, ab Hof 45 Euro)
Hellfruchtiges Bouquet mit zarten Einsprengseln von Pfirsich und Hawaiiananas, grüner Apfel klingt an, dann nach Limette und Grapefruit, elegante, feinstrahlige Perlage, ungemein lebhafter Charakter, alles sehr raffiniert, zieht lange im erfrischenden Säurebogen durch, leicht nussige Reflexe blitzen auf, filigran und zugleich engmaschig, anhaltend und rassig im Abgang.

Brut Rosé Reserve
(11,5 Vol. % Alk., 7 g/l Säure, Rebsorten: Pinot Noir, Zweigelt, St. Laurent, Preis: ab Hof 22,60 Euro)
Helles Rosa mit rotgoldenen Lichten, feine anhaltende Perlage, zartes, entgegenkommendes Duftspiel, Anklänge von Erdbeere und Agrumen, sehr frisch und pikant, fruchtbetont und cremig bei schlanker Struktur, nuanciert wie elegant, profitiert schmeckbar von Luftzufuhr, ein überaus harmonischer Aperitif.

Info und Online-Shop:
www.bruendlmayer.at
Bezugsquelle in Wien: Wein & Co.

Print-Artikel erschienen am 18. Dezember 2020
In: "Wiener Zeitung", Beilage "Wiener Journal", S. 22–23