Ein Block, ein Bleistift und sechs Würfel: Das sind die Werkzeuge, mit denen ein bis fünf Tierretter bei "Animal Rescue" ausrücken, auf dass sich die Ställe in ihrem Tierheim mit Leben füllen mögen. Reihum wird gewürfelt, und die Spieler setzen die gewürfelten Tiere in ihre Kästchen ein. Aber Achtung! Es gilt gut zu überlegen, wo sie am besten untergebracht werden, denn mit geschickter Platzierung gibt es bald Junge und dann gleich noch einmal mehr Tiere - bis der oder die Erste drei Ställe voll hat, und dann werden je nach Belegung Punkte vergeben.

Es ist ein ausgefuchstes Strategiespiel, bei dem man immer auch ein bis zwei Schritte vorausdenken muss. Die größte Herausforderung jedoch wartet auf einer ganz anderen Ebene: Die Tiere werden nämlich in die Kästchen gezeichnet. Und da heißt es sauber arbeiten, sonst gibt es nachher große Diskussionen: Ist das jetzt ein Hund oder doch eine Katze? Oder gar ein Krokodil? Und nein, das ist doch nie im Leben ein Frosch! Aber bevor es ausartet, kann man sich natürlich auch darauf einigen, dass man in die Kästchen hineinschreibt. Zeichnen macht aber Kindern erfahrungsgemäß mehr Spaß.

Und für den Anfang empfiehlt es sich vor allem bei jüngeren Mitspielern vielleicht, dass die Älteren doch ein bisschen mithelfen - nicht beim Zeichnen, aber beim Überlegen, welches Tier am besten wo wohnen soll. Sonst gibt es nachher ein böses Erwachen bei den Punkten. Apropos: Was die Auswertung am Ende betrifft, da hätte sich Spielautorin Daryl Chow gerne noch ein bisschen klarer ausdrücken oder das Punktesystem auch noch einfacher gestalten können. Denn man muss die Anleitung schon mehrmals lesen, bis man wirklich alle Feinheiten der Punktevergabe kapiert hat. Vor allem, was man wie wo hineinschreiben muss. Aber es soll ja auch schon vorgekommen sein, dass Spielregeln in der Praxis dann von den Beteiligten einfach leicht abgeändert worden sind, um es sich leichter zu machen . . .