Der Trend zur gesunden Ernährung hält an, und auch in heimischen Gärten wachsen die potenziellen Superfoods. Wir geben einen kleinen Überblick über einige der wichtigsten Vertreter und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit.

Sonnenblumenkerne

Sonnenblumenkerne sind frisch im Aroma und passen ebenso in den Salat wie auch aufs Gebäck oder ins Müsli. Sie sind reich an Vitamin E und Mangan, was die Zellen vor oxidativem Stress schützt. Ihr Kupfergehalt sichert das körpereigene Immunsystem ab, der Magnesium-Anteil wiederum unterstützt die Muskelfunktion und hält fit.

Kürbiskerne

Kürbiskerne sind reich an Magnesium und Kupfer, wichtig ist, dass man die Kerne ungesalzen isst, um nicht zu viel Salz aufzunehmen. Das aus Kürbiskernen gepresste Öl ist auch ein Superfood: Sein Gehalt an Vitamin E und Linolsäure senkt einen erhöhten Cholesterinspiegel und beugt Herz- und Kreislauferkrankungen vor. Das gilt vor allem dann, wenn das Kürbiskernöl nicht erhitzt wird.

Leinsaat

Auch Leinsaat enthält Magnesium, das vor Ermüdung schützt und die Muskelkraft erhält. Die Leinsaat eignet sich besonders zum Backen und zum Verfeinern von Müsli oder Porridge. Zusätzlich sind hier viele Ballaststoffe mit an Bord, und auch eine große Portion Omega-3-Fettsäuren. Zwar sind letztere nicht so stark vorhanden wie in Chia-Samen, dafür stimmt hier die Umweltbilanz durch lokalen Anbau.

Hafer und Hirse

Quinoa hat einen Hype ausgelöst, den man durch Hafer und Hirse allerdings ganz gut entkräften kann, denn diese heimischen Lebensmittel sind nicht um den halben Erdball gereist wie Quinoa. Die Hirse bringt uns Eisen und Zink und ist noch dazu glutenfrei, Hafer enthält etliche Ballaststoffe und hochwertige Fette. Als "Getreideersatz" sind diese heimischen Lebensmittel ideal.

Brombeere und Johannisbeere

Beide Beerenarten gibt es entweder frisch oder tiefgekühlt aus heimischem Anbau. Es braucht also nicht die vielgepriesene Goji-Beere, die man nach ihrer Weltreise zumeist nur getrocknet im Supermarkt kaufen kann. Die heimischen Beeren sind nicht nur frischer, sondern genauso hilfreich bei der Eisenaufnahme.

Walnüsse

Walnüsse enthalten rund 15 Gramm Eiweiß auf 100 Gramm. Die Cashewkerne aus Übersee haben mit 18 Gramm nur geringfügig mehr, das spricht für die Walnuss, die außerdem ein großzügiger Omega-3-Fettsäuren-Lieferant ist.

Vollkorngetreide

Jeder liebt das Müsli zum Frühstück. Das muss nicht voll sein mit Zucker oder exotischen Trockenfrüchten – dazu bietet das heimische Angebot fast schon zu jeder Jahreszeit frische Beeren aller Art. Das enthaltene Vollkorngetreide im Müsli bietet Ballaststoffe, Vitamine, wichtige Fettsäuren und Mineralstoffe.

Obst und Gemüse

Wer saisonal das kauft, was die Gärten hergeben, der macht in der Ernährung prinzipiell nichts falsch. In Österreich wachsendes Obst und Gemüse, am besten aus dem eigenen Garten, ist per se schon knackiges Powerfood, vom gesunden Apfel bis zum kalorienarmen Brokkoli, der für die Reduzierung von Entzündungen, die Verbesserung der Blutzuckerkontrolle, die Stärkung des Immunsystems und die Förderung der Herzgesundheit hilfreich ist.

Kräuter

Kräuter unterschiedlichster Art sind ein wahres Wunder, was den Gesundheitsaspekt angeht: Sowohl Brennnesseln als auch Löwenzahn oder Spitzwegerich sind auf jeder heimischen, wilden Wiese zu finden. Brennnesseln sind reich an Eisen, Kalzium und Vitamin C und helfen bei Arthritis, Rheuma, Harnwegsinfektionen sowie Gelenkerkrankungen. Der Löwenzahn hilft bei Rheuma, senkt den Cholesterinspiegel, reguliert den Stoffwechsel, ist blutbildend und reguliert die Leber und die Verdauung. Petersilie schlägt die aus dem Süden importierten Orangen beispielsweise im Gehalt an Vitamin C. Die rote Rübe ist überhaupt eines der besten Superfoods und strotzt nur so vor Vitamin C, Kalzium, Kalium und Magnesium. Sie fördert die Bildung roter Blutkörperchen und wirkt bei Eisenmangel und verhindert die Zellschädigung. Besonders konzentriert sind die Wirkstoffe in den Blättern der roten Rübe, das macht diese zum ausgesprochen wirksamen Superfood.