"Vier gewinnt" kennt jeder. Und wer "4mation" aus dem Hause Piatnik in die Hand bekommt, denkt sich vielleicht im ersten Moment: Ach, kenn ich schon, langweilig, und mit der neuen Regel babyleicht. Denkste!

Spieleautorin Melanie Haumer hat für den Hütteldorfer Spielehersteller das alte Spiel so umgemodelt, dass es zur neuen Herausforderung wird. Die Regel ist schnell erklärt: Zwei Spieler legen jeweils einen Spielstein im 7x7-Feld und müssen dabei eine Viererreihe schaffen: hoch, quer oder diagonal. Dabei fällt kein Chip von oben runter, sondern man darf legen wohin man will - solange man an den vorigen Spielstein anschließt. Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Denn wer seine Vierrerreihe schon so gut wie geschlossen glaubt, kommt plötzlich drauf, dass sich das ganze Spiel auf die falsche Seite verlagert hat und die nächste Chance, den fehlenden Stein zu platzieren, noch sehr lange nicht kommen wird.

Und so geschieht es, dass am Ende entweder derjenige gewinnt, der am besten taktiert hat - oder derjenige, der einfach Glück hat. Anzuraten ist trotzdem, dass eher gleich starke Gegner gegeneinander antreten sollten - oder dass zumindest am Anfang ein Größerer einem kleineren Gegner ein paar Hinweise gibt, bevor sich dieser komplett einbaut und überhaupt nicht mehr herausfindet aus der selbst eingeschlagenen Sackgasse. Apropos: Auf eine solche sollte man hinarbeiten - denn wenn einmal kein direkt benachbartes Feld mehr frei ist, darf man anlegen, wo man will. Auch hier gilt: Taktik ist alles. Und mindestens zwei Züge vorausdenken. Wie bei "vier gewinnt" halt.