Olivier Mahy ist ein Schlitzohr. Denn sein Spiel "imagenius" erweckt den Anschein, kinderleicht zu sein: Decke eine Karte auf, die mehrere Dinge zeigt, suche sie auf dem Spielplan, verbinde sie mit Strichen und schau, welchen Gegenstand du in dieser Zeichnung erkennst. In der Praxis allerdings erweist sich "imagenius" als richtig gefinkelt. Denn man muss nicht nur gerade Striche machen, sondern manchmal auch Bogerln und Kreise. Vor allem aber: Man muss die Motive erst einmal im Wimmelbild finden.

Hat man den Dreh aber erst einmal heraußen - hier gilt tatsächlich: mehrfache Wiederholung macht den Meister -, ist der Spielspaß zwar nicht unbegrenzt (weil es in Summe "nur" 184 Karten gibt), aber doch sehr groß. Zumal man nicht nur gegeneinander auf Zeit spielen kann, sondern auch sehr gut alleine. Und zwar dank abwischbaren Stiften wieder und wieder. Es macht echt Spaß, die grauen Zellen anzustrengen, um zu erraten, was man da gerade geschaffen hat. Vor allem, weil schon ein falsch gesetzter Strich auf eine komplett falsche Fährte locken kann. Absolut empfehlenswert für Jung und Alt.(maz)

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