Es sind nicht selten die Spiele mit den einfachen Regeln, die sich dann in der Praxis als besonders gefinkelt erweisen. So wie "Day & Night", das Andrea Mezzotero für den Wiener Spieleverlag Piatnik entwickelt hat. Im Grunde ist es recht simpel: Eine Karte zeigt an, ob gerade im Tag- oder im Nachtmodus gespielt wird, und je nachdem ist von den vier Farben im Spiel entweder diejenige die Gewinnerfarbe, deren von den Spielern ausgelegte Karten die höchste oder die niedrigste Summe bilden. Und weil das Symbol für den Tageszeitenwechsel öfters mit aufgedeckt wird, kann es sein, dass es innerhalb einer Wertungsrunde mehrmals hintereinander Tag und wieder Nacht und wieder Tag wird.

Für die Spieler bedeutet das, dass sie so taktieren müssen, dass sie möglichst in beiden Fällen die Gewinnerfarbe abgelegt haben. Klingt einfach - und ist es im Grunde auch. Bloß wenn man das Spiel tatsächlich ernst nimmt und nicht einfach dem Zufall überlassen will, kann es ziemlich komplex werden, weil sich das Ganze eben schon mit der nächsten abgelegten Karte ins Gegenteil drehen kann. Ein bisschen kopfrechnen sollte man auch können dabei. Und je mehr Spieler, desto unübersichtlicher wird es - was für den Unterhaltungsfaktor von Vorteil ist.